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Zu lange Wartezeiten für Kinder-Psychotherapie

HANNOVER (cben). Es grenzt an einen Skandal, wenn die Politik keinen wirksamen Rahmen für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zur Verfügung stellt.

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Diese Auffassung hat Karl Heinz Wiedl, Professor für klinische Psychologie in Osnabrück, vertreten. "Einschlägige Forschungsergebnisse aus der klinischen Psychologie sowie die Statistiken der Krankenkassen bestätigen eindeutig die Notwendigkeit rechtzeitiger Prävention", erklärte Professor Wiedl beim Niedersächsischen Psychotherapeutentag in Osnabrück.

Auf dem Treffen stand die Psychotherapie bei Kindern im Mittelpunkt. Sie könne dazu beitragen, dass psychische Erkrankungen von Kindern nicht chronisch und manche psychosomatische Erkrankungen vermieden werden, hieß es.

Insbesondere kritisierten die Psychotherapeuten die langen Wartezeiten für Kinder. "Wartezeiten von mehr als drei Monaten sind leider keine Seltenheit", sagte Dr. Lothar Wittmann, Präsident der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen. Grund dafür sei die Zulassungsbegrenzung für ambulant arbeitende Psychotherapeuten.

Ein zweiter Schwerpunkt war die Psychotherapie von Migranten. "Wir möchten unsere Kammermitglieder ermutigen, vermehrt im interkulturellen Rahmen zu arbeiten", sagte Gertrud Corman-Bergau, Vizepräsidentin der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen.

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