Umfrage zeigt

Zusatzbeitrag kein Grund zum Kassenwechsel

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BERLIN. Die seit Anfang des Jahres von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhobenen Zusatzbeiträge stellen für Versicherte bisher kaum einen Grund dar, die Kasse zu wechseln.

Nahezu alle Mitglieder (97 Prozent) seien im ersten Quartal 2015 ihrer Krankenkasse treu geblieben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) unter 1000 gesetzlich Versicherten.

Das Ergebnis bestätigt Recherchen der "Ärzte Zeitung", dass viele Krankenkassen sich über nur einen leichten Zuwachs von Mitgliedern freuen durften.

Viele kennen offenbar die Höhe der Beiträge ihrer Kasse nicht

"Leistung, Service und Zusatzbeitrag sind für die meisten Versicherten die entscheidenden Kriterien, wenn es um die Wahl der richtigen Krankenkasse geht", erläutert Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC.

Die Umfrage zeige auch, dass 60 Prozent der Befragten die Höhe des Zusatzbeitrags, den ihre eigene Kasse von ihnen verlangt, gar nicht kennen. Genauso viele geben an, von ihrer Krankenkasse nicht ausreichend über das Thema informiert worden zu sein.

Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter käme laut der Umfrage für mehr als die Hälfte der GKV-Versicherten (52 Prozent) nur in Betracht, wenn die Beiträge bei gleicher Leistung und Service niedriger wären.

Der GKV-Spitzenverband rechnet in den kommenden Jahren mit deutlichen Beitragssteigerungen. Aufgrund der Gesundheitsreformen sowie eines strukturellen Defizits bei Ausgaben und Einnahmen sei bis 2019 ein Anstieg der Zusatzbeiträge von derzeit durchschnittlich 0,9 Prozent auf 1,4 bis 1,8 Prozent zu erwarten, hieß es Anfang des Monats. (dpa)

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