Zuwachs begrenzen, kein Honorarstopp

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BERLIN (hom/HL). Die Koalition ist offensichtlich bemüht, einen Affront gegen die Vertragsärzte zu vermeiden. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, sagte der "Ärzte Zeitung", der Koalition gehe es darum, den Honorarzuwachs zu begrenzen. In jeder KV solle es 2011 aber eine höhere Vergütung geben.

Eine große Mehrheit der Ärzte hatte in einer (nicht repräsentativen) Blitzumfrage der "Ärzte Zeitung" am Dienstag eine Nullrunde bei den Honoraren abgelehnt. Über 1000 Leser der "Ärzte Zeitung" hatten sich an der Umfrage binnen weniger Stunden beteiligt.

Unter Leitung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler haben die Gesundheitsexperten von Union und FDP am Mittwochnachmittag ihre Beratungen über die Sparpläne der Koalition zur Stabilisierung der maroden Kassenfinanzen fortgesetzt. Bereits Ende vergangener Woche hatten sich Fachpolitiker von CDU, CSU und FDP mit Rösler getroffen, um Sparmöglichkeiten im Gesundheitswesen auszuloten (wir berichteten). Den gesetzlichen Kassen droht 2011 ein Defizit von elf Milliarden Euro. Vier Milliarden Euro sollen die Leistungserbringer abdecken. Strittig ist, wie wahrscheinlich höhere Beiträge für Versicherte konkret ausgestaltet werden sollen.

Lesen Sie dazu auch: Trotz Kassendefizit: Union macht Ärzten Hoffnung auf Honorarsteigerung in 2011

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