„Implant Files“

120.000 Datensätze zu Implantaten

Veröffentlicht:

München/Berlin. Patienten oder Ärzte, die überprüfen wollen, ob es Rückrufe oder Warnmeldungen zu einem Implantat gibt, können jetzt in einem privat angelegten Register nachschauen.

Das Internationale Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) hat laut „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) unter medicaldevices.icij.org eine Datenbank mit mehr als 120 000 Dokumenten aus 46 Ländern online gestellt, die Problemmeldungen, Rückrufe und weitere Dokumente zu Implantaten enthalten, die Ärzte, Patienten, Hersteller- und Behörden verfasst haben sollen.

Vor einem Jahr hatten Autoren der SZ zusammen mit WDR und NDR sowie dem ICIJ und weiteren Partnern angebliche Missstände um implantierte Medizinprodukte wie Herzschrittmacher, Brustimplantate oder künstliche Hüften angeprangert („Implant Files“). Sie führten damals 14 034 Fälle an, bei denen es 2017 zu Verletzungen, Todesfällen oder anderen Problemen gekommen sein soll.

Die Datenbank solle nun zu mehr Transparenz führen, schreibt die „SZ“. Die Bewertung der Daten ist allerdings nicht unproblematisch, da die Regularien weltweit recht unterschiedlich und die einzelnen Meldungen somit nicht immer auf andere Märkte zu übertragen sind. (eb)

Mehr zum Thema

Medizintechnik

Leitfaden für sichere KI in der Medizin

Tipps von Hygieneberaterin

Keine Angst vor der Hygiene-Kontrolle!

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nach ersten Kassen-Daten zu den Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung waren COVID-19-Patienten, die im Krankenhaus beatmet werden mussten, anschließend durchschnittlich 190 Tage lang krankgeschrieben.

© © nmann77 / Fotolia

Neue Studie der Techniker

Erst Corona, dann Long-COVID, anschließend lange AU