Abrechnungs-Manipulation vor allem bei Pflege

HAMBURG (di). Die Ersatzkassen in Hamburg sind bei ihren Ermittlungen wegen des Verdachts auf Abrechnungsmanipulation vorwiegend im Pflegebereich erfolgreich. Ärzte sind nur selten betroffen.

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In den Monaten November 2007 bis April 2008 mussten Leistungserbringer aus dem Hamburger Gesundheitswesen allein an die Ersatzkassen rund 450 000 Euro zurückzahlen. Neben Pflegeeinrichtungen, Krankengymnasten, Sanitätshäusern, Hebammen und Krankentransportunternehmen sehen sich auch Ärzte Rückforderungen ausgesetzt - bislang aber nur vereinzelt.

Ärzte sind nur vereinzelt betroffen.

"Es ist noch die Ausnahme, dass wir von Ärzten Mittel zurückfordern", sagte Hamburgs VdAK-Sprecherin Vera Kahnert auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Grund dafür sind nach ihrer Einschätzung die eingeschränkten Prüfmöglichkeiten der Krankenkassen, da Kassenärztliche Vereinigungen eigene "Ermittlungsmechanismen" hätten. Die Kassen erfahren von unplausiblen Abrechnungen nur durch ihre Versicherten. "Es kommt vor, dass Versicherte auf ihren Patientenquittungen abgerechnete Leistungen entdecken, die nicht erbracht wurden", so Kahnert.

Derzeit ermitteln die Ersatzkassen gegen insgesamt 40 Hamburger Leistungserbringer wegen des Verdachts auf Abrechungsmanipulation. Nicht in den Zahlen enthalten sind Retaxierungen gegenüber Apotheken, die getrennt ermittelt werden.

Der VdAK in der Hansestadt leitet eine rund 20köpfige Ermittlergruppe, die sich aus den Abrechnungsexperten der Mitgliedskassen zusammensetzt. Zum Teil wird dabei mit der Kriminalpolizei kooperiert. Vor dem jetzigen Ermittlungszeitraum waren keine Ärzte unter den Betroffenen, wie Kahnert mitteilt.

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