Praxis-EDV

Ärzte: Health-IT hat viele Vorteile

Eine Studie zeigt: Für die Mehrzahl der Ärzte verbessert der IT-Einsatz die Patienten-Versorgung.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (reh). Der Einsatz von Healthcare-IT - zum Beispiel in Form von elektronischen Patientenakten - bringt nach Ansicht der Mehrzahl der Ärzte Vorteile. So sind 68 Prozent der Ärzte davon überzeugt, dass die IT organisationsübergreifende Prozesse verbessert. Zwei Drittel glauben, dass sie hilft, medizinische Fehler zu reduzieren.

Herausgefunden hat das die Beratungsfirma Accenture. Wie kurz berichtet, hat das Unternehmen 3700 Ärzte aus acht Ländern zum Nutzen von Healthcare-IT für ihren Praxisalltag befragt.

Dabei zeigte sich im Vergleich der acht Länder - neben Deutschland waren es die USA, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Australien, Kanada und Singapur - dass deutsche Ärzte in Sachen Healthcare-IT recht optimistisch sind.

In der Durchschnittswertung zu allen Fragen über den Nutzen der IT im Praxisalltag erreichten deutsche Mediziner Rang drei. Genauer sehen hierzulande rund 62 Prozent der befragten Ärzte einen Nutzen für Praxis und Patienten. In Singapur sind es 64 Prozent der Ärzte. Spitzenreiter ist Spanien, wo über 70 Prozent der Ärzte einen klaren Nutzen erkennen können.

Größter Nutzen: Organisationtsübergreifende Prozesse werden verbessert

Dabei liegt nach Angaben deutscher Ärzte der größte Nutzen der Healthcare-IT darin, dass sie hilft, organisationsübergreifende Prozesse zu verbessern. Zwei Drittel der deutschen Ärzte glauben aber auch, dass mithilfe der IT Diagnose-Entscheidungen verbessert werden.

Und 57 Prozent meinen, der IT-Einsatz reduziere die Zahl unnötiger Eingriffe. Eine Einschätzung, mit der deutsche Ärzte nicht allein sind, denn das sehen auch 55 Prozent der Befragten aller Länder so.

Andere Vorteile, die die befragten Ärzte aus den acht Ländern bestätigten: Über 60 Prozent sagen, der IT-Einsatz verbessere den Genesungserfolg für Patienten und rund 58 Prozent berichten, die IT würde den Patienten einen schnelleren Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglichen.

Fast 70 Prozent der Ärzte geben an, dass elektronischen Patientenakten und Co. die sektorenübergreifende Koordination von Pflege- und anderen Leistungen verbessere.

Mehr zum Thema

Benchmarking mithilfe der EDV

Wie Ärzte die eigene Praxis einschätzen können

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“