Stada / Abfindung

Bain und Cinven legen nochmal kräftig drauf

Bain und Cinven sind bereit, die restlichen Stada-Eigner mit acht Euro mehr abzufinden, als sie ursprünglich pro Aktie geboten hatten.

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BAD VILBEL. Der Finanzinvestor Paul Singer hat sich im Tauziehen mit den neuen Eignern des Pharmakonzerns Stada offenbar durchgesetzt. Damit Bain und Cinven wie beabsichtigt einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Stada abschließen können, benötigen sie weitere Stimmrechte. Nun kommen sie zähneknirschend der Forderung Singers nach, der eine satte Barabfindung für seine Zustimmung zu dem Unternehmensvertrag erwartet. 74,40 Euro Abfindung pro Stada-Aktie will der CEO des Hedgefonds Elliott haben, wie Bain und Cinven am Montag bestätigten.

Bain und Cinven konnten im Zuge ihrer Übernahmeofferte erst knapp 64 Prozent der Stada-Titel erwerben – nicht genug, um bei dem südhessischen Generikaunternehmen durchzuregieren. Nun wollen sie auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den Beherrschungsvertrag abstimmen lassen. Für einen Abschluss brauchen sie dort eine Mehrheit von 75 Prozent. Singer hatte im Wissen darum seinen Stada-Anteil aufgestockt und hielt zuletzt mehr als 15 Prozent.

Die neuen Stada-Mehrheitseigner erklärten, "der Marktwert" der Stada-Aktien liege "unter der von Elliott für die Unterstützung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages geforderten Abfindung". Dennoch habe man sich "nach sorgfältiger Überlegung" entschieden "den außenstehenden Aktionären eine Abfindung von 74,40 Euro pro Aktie anzubieten". Man werde bei der geplanten außerordentlichen Hauptversammlung "nicht für einen Vertrag mit einer geringeren Abfindung stimmen". Davon profitieren alle Aktionäre, die ihre Stada-Papiere auch während der Nachfrist noch nicht angedient haben.

Unterdessen wird mit der Stada-Aktie weiter spekuliert: Bis zum Mittag legte sie zu Wochenbeginn um 1,3 Prozent zu und notierte erneut über 80 Euro. (dpa/cw)

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