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Schleswig-Holstein

Barrierefreie Arztpraxen prämiert

Rund 100 Praxen nahmen an dem Wettbewerb zu barrierefreien Praxen im Norden teil.

Veröffentlicht:

ECKERNFÖRDE. Die "Praxis für Allgemeine und Innere Medizin Alte Post" in Eckernförde ist erste Gewinnerin des landesweiten Wettbewerbs "Barrierefreie Arztpraxis gesucht" in Schleswig-Holstein.

Nach Angaben des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), dessen Landesverband den Wettbewerb gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen durchführt, hatten sich rund 100 Praxen daran beteiligt.

"Die Praxis Alte Post in Eckernförde ist in ihrer barrierefreien Gestaltung vorbildlich und wird hoffentlich viele Nachahmer finden", sagte Schleswig-Holsteins SoVD-Landesvorsitzender Wolfgang Schneider.

Den Initiatoren imponierte insbesondere der barrierefreie Zugang zur Praxis, die in einem historischen Altbau in der Eckernförder Fußgängerzone liegt. Weitere Pluspunkte: Eine ausreichende Breite der Türen, die auch großen Rollstühlen das Passieren erlaubt, ein absenkbarer Empfangstresen sowie kontrastreiche Beschriftungen an den Türen, die Menschen mit einer Sehbehinderung die Orientierung erleichtern.

Die Allgemeinmediziner Dörte Paulsen, Arnd Kummerfeldt, Dr. Alexandra Vejvoda-Köhler sowie Internist Dr. Sebastian Irmer hatten die Praxis nach einem Umzug vor gut einem Jahr bezogen und bei dem Umbau außer auf gute Erreichbarkeit, Privatsphäre für die Patienten und optimierte Abläufe auch auf Barrierefreiheit besonderen Wert gelegt.

Auch die Einzelpraxis von Hausarzt Joachim Spies in Tellingstedt und eine Gemeinschaftspraxis in Satrup werden im Rahmen des Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Praxis von Dr. Daniela und Christoph Meyer sowie Dr. Arne Eick und Dr. Joachim Oldenburg in Satrup hat nach Auskunft des SoVD den barrierefreien Zugang im Rahmen eines Neubaus konsequent berücksichtigt.

Spies dagegen hat in einem Altbau mit verschiedenen Maßnahmen dafür gesorgt, dass auch Menschen mit Behinderungen sich problemlos in der Praxis bewegen können.

Schleswig-Holsteins Hausärztechef Dr. Thomas Maurer hofft, dass der Wettbewerb Kollegen dazu motiviert, "mit den kleinen machbaren Dingen anzufangen."

Nach SoVD-Auskunft gibt es in fast jeder Praxis noch Potenzial für Verbesserungen. Als Beispiel nannte der Verband die in aller Regel zu kontrastschwachen Beschilderungen in Arztpraxen. (di)

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