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Hämophilie

Bayer baut Produktion aus

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LEVERKUSEN. Bayer will in Deutschland rund 500 Millionen Euro in neue Produktionskapazitäten für rekombinante Faktor-VIII-Präparate (rFVIII) investieren.

An den Standorten Wuppertal und Leverkusen sollen künftig ein plasma-proteinfreier rFVIII (BAY 81-8973) und ein langwirksamer rFVIII (BAY 94-9027) gefertigt werden. Beide Produktkandidaten sind zurzeit in Phase III der klinischen Prüfung.

Bislang produziert Bayer sein Bluter-Arzneimittel Kogenate® ausschließlich im kalifornischen Berkeley.

"Mit dem Aufbau einer zusätzlichen Versorgungsquelle in Deutschland wird der Weg für die Herstellung neuer Therapieoptionen zur Hämophiliebehandlung geebnet und gleichzeitig der wachsenden weltweiten Nachfrage auf diesem Therapiegebiet Rechnung getragen", teilte der Konzern am Dienstag mit.

Im Zuge des Kapazitätsausbaus sollen in Wuppertal und Leverkusen 500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Das plasma-proteinfreie Entwicklungsprodukt BAY 81-8973 ist eine Weiterentwicklung von Kogenate® "ohne jegliche Bestandteile menschlicher oder tierischer Herkunft", heißt es.

Die Zulassung werde aller Voraussicht nach im zweiten Halbjahr dieses Jahres gleichzeitig in den USA und Europa beantragt. Erste Markteinführungen könnten dann im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

Das langwirksame rFVIII-Entwicklungsprodukt BAY 94-9027 wurde laut Bayer an Patienten zur Prophylaxe mit einmal wöchentlicher Gabe geprüft.

Nach jüngsten Studiendaten sei "der Schutz vor Blutungen bei Infusionsabständen von bis zu sieben Tagen vergleichbar mit herkömmlicher prophylaktischer Therapie" gewesen. Bayer plant, die Zulassung für dieses neue Faktor-VIII-Präparat im zweiten Halbjahr 2015 einzureichen. (eb)

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