Beihilfe muss im Einzelfall für Reha-Sport zahlen

BERLIN (mwo/fl). Verordnet der Arzt einem verbeamteten Patienten Reha-Sport, muss unter Umständen die Beihilfe auch für den Vereinsbeitrag des Sportvereins mit aufkommen. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Urteil im März entschieden und einem herzkranken Beamten Recht gegeben.

Veröffentlicht:

Es reiche für eine Kostenerstattung aus, wenn der Reha-Sport medizinisch notwendig ist, urteilte das Gericht.

Im Streitfall hatte ein Beamter des Landes Berlin von seinem Arzt Koronarsport zur Vorbeugung und Behandlung einer Herzkrankheit verordnet bekommen.

Für die wöchentliche Teilnahme am Reha-Sport wollte die Beihilfe allerdings nur eine anteilige Kostenerstattung für den reinen Reha-Kurs in Höhe von 130 Euro geben.

Beihilfe muss zahlen

An dem jährlichen Mitgliedsbeitrag des Vereins in Höhe von 180 Euro wollte sich die Beihilfe nicht beteiligen. Dieser sei grundsätzlich nicht beihilfefähig.

Dem widersprachen die Verwaltungsrichter. Der Vereinsbeitrag sei Voraussetzung dafür gewesen, dass der Kläger an dem Reha-Sport zur Vorbeugung und Behandlung seiner Krankheit teilnehmen kann.

Die Landesbeihilfeverordnung Berlin schreibe aber eine Beihilfe für solchen ärztlich verordneten Gruppen-Reha-Sport unter medizinischer Betreuung und Überwachung vor.

Az.: VG 5 K 269.10

Mehr zum Thema

Geplante Novelle

Infektionsschutz: Kakofonie der Änderungswünsche

Schlagworte
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Was aus dem Salzstreuer kommt, ist nicht egal. Salz ist nicht gleich Salz. Herz und Gefäße profitieren von einem hohen Anteil Kaliumchlorid.

© Daniel Vincek / stock.adobe.com

Review und Metaanalyse

Viel Kaliumchlorid im Salz bringt Vorteile für Herz und Gefäße

Zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und psychischen Störungen gibt es Zusammenhänge. Welche das sind, wird derzeit erforscht.

© paul_craft / stock.adobe.com

Kardio- und Neurologie

Bei frisch diagnostizierten Herzpatienten auf die Psyche achten!

Bundesweit soll es weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flugzeug geben, so sieht es der Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes vor.

© Daniel Kubirski / picture alliance

Geplante Novelle

Infektionsschutz: Kakofonie der Änderungswünsche