Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Berechtigte Fragen zur Laborreform

Von Monika Peichl Veröffentlicht:

Seit 2006 sind die Pläne zur Laborreform auf dem Tisch, seit diesem Frühjahr ist die Direktabrechnung der Laborgemeinschaften mit den KVen auf Basis nachzuweisender Kosten beschlossene Sache, und noch immer wissen die Betroffenen nicht, wie das alles konkret ablaufen soll. Die Zeit drängt. Denn in Kraft treten sollen die Änderungen bei der Abrechnung zum 1. Oktober dieses Jahres.

Die KV Westfalen-Lippe hat in einem Brandbrief an die KBV die Klärung zweier zentraler Fragen angemahnt: Fließen die angestrebten Einsparungen in die Gesamtvergütung für die Ärzte? Und wie sollen die Kosten für die Parameter nachgewiesen werden? Bisher hat sie keine Antwort erhalten.

Kein Wunder, dass Mitglieder und Vorstände von Laborgemeinschaften zunehmend aufgebracht sind. Wer so eine Reform beschließt, muss den Betroffenen auch sagen, wie sie es machen sollen - und zwar rechtzeitig.

Dabei geht es für die Laborgemeinschaften wohl sowieso nur noch um Galgenfristen. Ob es in ein paar Jahren noch eine ärztlich geprägte Labormedizin geben wird oder nur noch industrielle Leistungserbringung außerhalb des KV-Systems, das ist vielleicht noch nicht entschieden. Jenseits dieser grundsätzlichen Fragen müssen sich die Laborgemeinschaften mit den tagesaktuellen Problemen herumschlagen, und ihre Mitglieder haben ein Recht auf Antworten.

Lesen Sie dazu auch: KV fordert mehr Klarheit bei Laborreform

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Novelle der GOÄ kommt – echt jetzt?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Medikalisierung und Desinformation

Wie Social Media elterliche Entscheidungen prägt

Lesetipps
Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf