E-Gesundheitsakte

DSGVO konkretisiert Patientenrechte

Haben Patienten einen Anspruch darauf, dass Behandlungsdaten in eine Gesundheitsakte hochgeladen werden? Die DSGVO ist hier eindeutig.

Veröffentlicht:

HAMBURG. Patienten haben ein Recht darauf, ihre Daten vom Arzt zur Verfügung gestellt zu bekommen. Das regelt das Patientenrechtegesetz seit einigen Jahren.

Seit Ende Mai nun hat die Datenschutzgrundverordnung dieses Recht weiter konkretisiert: Laut Paragraf 20 Absatz 1 der DSGVO hat eine "betroffene Person das Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, die sie einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten, und sie hat das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln", heißt es dort.

Das heißt, Ärzte sind tatsächlich verpflichtet, Daten für eine E-Gesundheitsakte zur Verfügung zu stellen, wenn ein Patient das ausdrücklich wünscht und eine Einwilligungserklärung gibt. Als weitere Voraussetzung wird in der DSGVO genannt, dass die "Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt", wie es weiter heißt.

Auf diese Rechtsgrundlage für das Befüllen von E-Gesundheitsakten hat die DAK Gesundheit nochmals ausdrücklich hingewiesen, nachdem Diskussionen darüber aufgekommen waren, wie Ärzten ein Hochladen der Daten zu honorieren sei und ob überhaupt ein Anspruch darauf besteht. (ger)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

© Doctolib

Digitales Impfmanagement

Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

Anzeige | Doctolib GmbH
Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

© Doctolib / Corporate Design

Kostenloser Ratgeber

Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

Anzeige | Doctolib GmbH
50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

© Doctolib / Corporate Design

Exklusives Angebot

50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

Anzeige | Doctolib GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Herzgefäße: Eine Anomalie des Ramus interventricularis anterior gehört zu den seltenen Ursachen eines akuten Koronarsyndroms. Mit der Angiografie kommt man der Myokardbrücke auf die Spur.

© Rasi / stock.adobe.com

Kasuistik

Das Herz des 45-Jährigen strangulierte sich selbst

Zum Reden gemacht: 42. Deutscher Hausärztetag

© Georg J. Lopata/axentis.de

Beschlüsse des 42. Deutschen Hausärztetags

Hausärzte: Mehr HzV und Digitalisierung nur mit Mehrwert, bitte!