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Danone: Stabilität wird zur Herausforderung

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"Stabil" - das sei eine "sehr, sehr ehrgeizige Zielsetzung", zitierte Danone-CEO Franck Riboud jüngst die Reaktion seiner Managementkollegen, als er ihnen die Guidance für 2012 vorstellte.

Konkret bezieht sich Riboud auf die "operative Marge", die bei den Franzosen das EBIT unter Herausrechnung außerordentlicher Effekte (u. a. Käufe/Verkäufe von Unternehmensteilen, Wertberichtigungen) umfasst. 2011 lag sie bei 14,7%. Auch das angepeilte Umsatzplus von 5 bis 7% auf mindestens 20,3 Mrd. Euro klingt optimistisch.

Etwas Vorsicht ist nicht nur wegen der fragilen Wirtschaftslage, sondern auch wegen des hohen Wettbewerbsdrucks und der volatilen Rohmilchkosten angebracht. Das große europäische Standbein (56% Umsatzanteil) musste schon 2011 Margeneinbußen hinnehmen.

In den USA erwischte der Erfolg des "griechischen" Chobani-Joghurts die Franzosen auf dem falschen Fuß. Darüber hinaus dürfte die russische Unimilk-Integration auch 2012 zu Sonderaufwendungen führen.

Dem will Danone über mehr Aktivität, etwa in Mexiko, Indonesien oder China, begegnen. Generell sollen sich in den Emerging Markets künftig Skaleneffekte bemerkbar machen. Echte Wachstumschancen bietet überdies das margenträchtige Baby-Nahrungsmittelgeschäft (19% der Erlöse). Hier buhlen die Franzosen um die Pfizer-Babynahrungsmittelsparte.

Letztlich bietet das breit aufgestellte Unternehmen also noch Stellhebel für einen verbesserten Nettogewinn, den der Analystenkonsens dem Euro Stoxx 50-Konzern für 2012 denn auch zutraut (+11% auf 1,9 Mrd. Euro).

Mit einem daraus resultierenden KGV von 16 ist die Aktie nicht ganz günstig bewertet, bildet aber einen soliden Anker in einem diversifizierten Depot. Seit Mitte Februar notiert der Titel wieder über seiner 200-Tage-Linie und strebt auf sein Hoch aus Juli 2011 zu.Der Neueinstieg lohnt bis 50 Euro.

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