Anlagenkolumne

Dem Dax fehlt es noch an Schwung

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Seit zwei Jahren fehlt dem Dax trotz deutscher Jobrekorde und starker Wirtschaftszahlen deutlich der Schwung. Zwischendurch fiel der Leitindex sogar wieder um fast 30 Prozent vom Hochpunkt zurück. Nun startet der Markt einen neuen Anlauf zu den alten Rekordständen. Das ist gerechtfertigt. Denn: Die Entwicklung der Substanz- und Ertragszahlen für die deutschen Aktienunternehmen stehen im Einklang mit den Kurssteigerungen.

Die Voraussetzungen für neue Höchstmarken sind gut. Die großen Probleme liegen nicht in Deutschland, sondern in der Eurozone mit einer Arbeitslosenquote von etwa zehn Prozent. Auch wenn es nicht die Aufgabe der Zentralbank ist, die Arbeitsmarktdaten werden das entscheidende Signal geben: Nur wenn in der Eurozone die Arbeitslosenquote in Richtung sechs Prozent geht, wird die ultralockere Geldpolitik beendet werden. Ein schnelles Ende des Aufkaufprogrammes für Anleihen ist daher noch unrealistisch.

Diese Politik wird die Preise für Aktien nach oben treiben. Mit dem Start des Anleihenkaufprogrammes im Frühjahr 2015 kletterte der Dax bereits auf 12.400 Punkte. Am Ende der Anleihenkäufe durch die EZB wird als Nebenwirkung der Dax deutlich höher stehen. Marktteilnehmer sollten sich nicht über Dax-Stände von weit über 15.000 Punkten bis 2019 wundern.

Der US-Aktienmarktindex hat sich vom Start bis zur Beendigung der Notenbankaktivität am Anleihenmarkt mehr als verdoppelt. Auch wenn dies für den Dax nicht sicher zu prognostizieren ist, Umschichtungen vom zinslosen Renten- und Geldmarkt sollten dies stark begünstigen.

Nicht nur die Notenbanken treiben die Kurse auch die Gewinnzahlen der deutschen Unternehmen sollten die weitere Kursentwicklung untermauern. Unternehmensorientiertes, langfristiges Investieren ist also mehr denn je angesagt.

Der Fondsmanager Gottfried Urban der Bayerische Vermögen AG ist mehrfach für seine Leistungen in der Vermögensverwaltung ausgezeichnet worden.

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