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Apotheker

Die ABDA verkauft ihr Bankpalais

Die Geschäftsstelle des Apothekerdachverbands ABDA vergrößert sich – und muss Abschied nehmen von ihrem einzigartigen Bankpalais in der Nähe des Berliner Gendarmenmarktes.

Veröffentlicht:

BERLIN. Nach 14 Jahren hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) das historische Mendelssohn-Palais in der Jägerstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Gendarmenmarktes in Berlin verkauft.

Erworben hatte der Verband das Gebäude Anfang der 2000er Jahre, nachdem er entschieden hatte, als Folge der Verlagerung von Bundestag und Bundesregierung den Sitz seiner Geschäftsstelle von Eschborn bei Frankfurt in die Hauptstadt zu verlegen, wie dies auch alle anderen Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen praktizierten.

Doch anders als die meisten Verbände, die in eher schmucklose Neubauten zogen, kauften die Apotheker mit dem Mendelssohn-Palais ein repräsentatives ehemaliges Bankgebäude, das 1891 bis 93 für das Bankhaus Mendelssohn & Co. errichtet worden war.

Das als Foyer ausgestaltete Untergeschoss wurde von den Mitarbeitern als Kantine genutzt, war aber auch ein beliebter Branchen- und Politiker-Treff für die in Berlin üblichen Empfänge.

Für gelegentlich spöttische Kommentare sorgte eine für eine Bank typische Einrichtung: der gigantische, sich über zwei Stockwerke erstreckende Tresor, gesichert mit einer kreisrunden meterdicken Stahltür. Die Räumlichkeit wurde als Bibliothek und Konferenzzimmer genutzt.

Der Mitarbeiterzuwachs in der Geschäftsstelle machte es notwendig, den Standort zu wechseln, vorübergehend von der Jägerstraße zum Boulevard Unter den Linden und demnächst in einen Neubau in der Heidestraße.

Das liegt nördlich des Hauptbahnhofs in einer ehemaligen Gewerbebrache, die allmählich neu bebaut wird. Damit ist bald auch die ABDA in der tristen Welt der Berliner Einheits-Neo-Architektur angekommen. (HL)

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