Ausländische Fachkräfte

EU-Binnen-Migration im Gesundheitswesen entlastet den Staat

Nicht nur die Gesundheitswesen der EU-Mitgliedstaaten profitieren von der Binnen-Migration von Gesundheitsfachkräften, so eine Studie. Auch die Staatskassen profitieren deutlich.

Veröffentlicht: 31.01.2020, 10:13 Uhr

Berlin. Großbritannien und Deutschland haben innerhalb der Europäischen Union am meisten von der Fachkräfte-Binnen-Migration in ihr jeweiliges Gesundheitswesen profitiert. Das ergibt eine am Donnerstag veröffentlichte Erhebung im Auftrag des Umzugsdienstleisters Movinga.

So hätten die zum Zeitpunkt des Erhebungsjahres 2011 knapp 70.000 migrierten Fachkräfte im britischen Gesundheitswesen – Ärzte, (Kranken-)Pflegekräfte, aber auch medizinisch-technische Assistenten – für umgerechnet knapp drei Milliarden Steuereinnahmen im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre gesorgt.

Zusätzlich hätten sie dem Staat knapp 2,7 Milliarden Euro an Ausbildungskosten erspart, da sie ihre berufliche Qualifikation in ihrem Heimatland erworben hätten. Die gesamten Ersparnisse und Einnahmen taxiert die Studie für die vergangenen zehn Jahre auf 5,7 Milliarden Euro.

Ausbildungskosten eingespart

In Deutschland sollen die 44.500 migrierten Gesundheitsfachkräfte für mehr als 2,8 Milliarden Steuereinnahmen im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre gesorgt und dem Staat Ausbildungskosten in Höhe von fast 1,5 Milliarden Euro erspart haben – summa summarum werden die gesamten Ersparnisse und Einnahmen für die vergangenen zehn Jahre auf rund 4,3 Milliarden Euro taxiert.

Die Studie stützt sich laut Movinga auf Statistiken aus der Datenbank zur Immigration in OECD-Ländern, die auf nationalen Zensusdaten von 2011 beruhten, sowie der Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union 2011. Da die Migration von qualifizierten Fachkräften in den letzten zehn Jahren seit der Veröffentlichung der Daten zugenommen hat, sei es wichtig zu erwähnen, dass die Endergebnisse eine konservative Schätzung darstellten. (maw)

Die vollständige Erhebung finden Sie hier

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