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Ermittlungen gegen Mediziner ausgeweitet

HAMBURG (di). Einem unter Betrugsverdacht stehenden Hamburger Ärzte-Brüderpaar wird jetzt auch fahrlässige Tötung vorgeworfen. Manche Patienten sprechen von einer Rufmord-Kampagne.

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Zunächst waren es riskante Schmerzbehandlungen und Betrug, zu Beginn der Woche erweiterte sich der Verdacht gegen die beiden Ärzte auf fahrlässige Tötung. Hintergrund sind angeblich nicht erkannte Komplikationen nach Wirbelsäulen-Operationen von zwei Patienten, die daraufhin starben.

Ins Rollen gebracht wurden die Ermittlungen gegen die zwei Neurochirurgen durch Anzeigen der Ärztekammer und der Krankenkassen. Die Brüder sollen über einen Zeitraum von rund dreieinhalb Jahren an zahlreichen Patienten, die überwiegend an Bandscheibenvorfällen litten, in einer nicht nachvollziehbaren Häufigkeit Plexusanalgesien, Spinal- oder Peridualanalgesien und Engriffe an Knochen und Gelenken vorgenommen und abgerechnet haben. Die Ärztekammer Hamburg erstattete bereits im Sommer 2008 Strafanzeige. Laut Polizei sollen mindestens 1500 Patienten betroffen sein, der Schaden wird auf 180 000 Euro geschätzt. Die Praxisräume sind bereits durchsucht worden.

Auf Berichte in der Boulevardpresse reagierten viele Patienten mit Unverständnis. In Internetforen wird manchen Blättern in Zusammenhang mit der Berichterstattung Rufmord vorgeworfen. Erfolgreich behandelte Patienten meldeten sich ebenfalls zu Wort. Ein mögliches berufsrechtliches Verfahren gegen die Ärzte ruht, so lange das vorgelagerte öffentliche Verfahren nicht abgeschlossen ist.

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