Haus- und Fachärzte

Ersatzkassen kritisieren Honorarkluft

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WEIMAR. Die Ersatzkassen in Thüringen beobachten mit Sorge die wachsende Lücke bei der Honorierung von Haus- und Fachärzten.

Dem Verband der Ersatzkassen (vdek) zufolge erhalten die Hausärzte in Thüringen 109,5 Prozent Auszahlungsquote, bei den Fachärzten sind es hingegen lediglich 74 Prozent Auszahlungsquote bezogen auf den Orientierungspunktwert. Der große Abstand sei problematisch, kritisiert der Verband der Ersatzkassen in Thüringen.

Die Ersatzkassen fordern von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen aus diesem Grund eine Anpassung der Auszahlungsquoten mittels einer "asymmetrischen Verteilung künftiger Honorarsteigerungen."

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen habe das Problem längst erkannt, dass faktisch 26 Prozent der Leistungen bei den Fachärzten nicht bezahlt werden, sagte Sven Auerswald, Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. So habe es bereits bei den letzten Verhandlungen eine besondere Förderung für fachärztliche Grundversorger gegeben.

Außerdem müsse man berücksichtigen, dass bei den Fachärzten in jüngster Zeit eine Reihe von Leistungen ausgedeckelt worden sind. Diese extrabudgetäre Vergütung fehle bei der Berechnung der Auszahlungsquote, erläuterte Auerswald.

Das Ziel der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sei eine weitere Ausdeckelung und damit eine volle Bezahlung ärztlicher Leistungen. (rbü)

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