Kommentar – Datenschutz

Facebook für die LÄK? Aber mindestens!

Von Anne Zegelman Veröffentlicht:

Seit genau zwölf Tagen ist die Landesärztekammer Hessen nun auf Facebook. Rechtliche Fragen, unter anderem zum Datenschutz, hatten den Beitritt über Jahre verzögert. Bei Twitter gab es diese Bedenken offenbar nicht, dort zwitschern die Hessen unter dem Namen @LAEKHpresse schon lange.

Medizinstudenten und auch viele junge Ärzte denken sich beim Lesen der Facebook-News jetzt vielleicht: Tolle Sache, nur leider ungefähr zehn Jahre zu spät. Damit haben sie recht, denn Facebook ist längst out. Junge Leute vernetzen sich heute auf Instagram, wo sie neben Fotos auch Live-Videos senden, hashtaggen auf Twitter, posten anonym über die Studentenapp Jodel oder nutzen die Status-Funktion von WhatsApp, um ihre Botschaften in die Welt hinauszurufen.

Ja selbst Lokalpolitiker geistern längst auf Snapchat herum und experimentieren mit den zeitlich begrenzt abrufbaren Posts. Da wirkt die Idee, junge Leute nun endlich auch über Facebook zu erreichen, doch eher von vorgestern.

Allerdings ist es trotzdem gut und wichtig, dass die LÄKH nun auch ein Facebook-Profil hat. Denn Facebook ist zwar nicht mehr sexy, gehört aber zu den medialen Mindestanforderungen. Kein Facebook-Profil zu haben kann man sich als Unternehmen und ja, auch als Kammer, heute schlicht nicht leisten.

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