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Freie Ärzte bleiben beim Protest gegen die neue Karte

BERLIN (iss/ger). Auf unterschiedliche Reaktionen ist der Beschluss des Bundestages gestoßen, den Online-Stammdatenabgleich über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) gesetzlich festzuschreiben.

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Der Online-Stammdatenabgleich über die eGK kommt. Das ruft geteilte Reaktionen hervor.

Der Online-Stammdatenabgleich über die eGK kommt. Das ruft geteilte Reaktionen hervor.

© Siemens Pressebild

Auch nach der Verabschiedung des verpflichtenden Online-Abgleichs will die Freie Ärzteschaft die elektronische Gesundheitskarte weiter bekämpfen. Die Freie Ärzteschaft werde die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema fortsetzen, sagt Präsident Martin Grauduszus. Geplant seien eine Neuauflage der Unterschriftenaktion gegen die eGK und die Information der Versicherten, auch über Möglichkeiten des zivilen Ungehorsams. "Man muss ja kein Foto an die Kasse schicken", so Grauduszus. Statt auf die Bedenken von Ärzten und Bürgern zu hören, habe sich die Politik von einer profitorientierten IT-Industrie das Handeln diktieren lassen.

Der Herstellerverband BITKOM begrüßt dagegen ausdrücklich die Entscheidung: "Mit der gesetzlichen Regelung ist endlich Planungssicherheit bei der elektronischen Gesundheitskarte erreicht worden", sagte eGK-Experte Dr. Pablo Mentzinis vom BITKOM. Der nächste wichtige Schritt sei jetzt eine bundesweite Vergütungsregelung für die neuen Kartenleser. Hierbei müsse ein tragfähiger Kompromiss erreicht werden, "der den Interessen der Ärzteschaft gerecht wird", so Mentzinis. In der KV Nordrhein sei der Rollout von stationären und mobilen Kartenlesern ein großer Erfolg gewesen. An diesen Erfolg gelte es jetzt, anzuknüpfen und so "die Grundlage für eine nachhaltige Modernisierung im Gesundheitssytem" zu schaffen.

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