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Börsenausblick

Gefahr im Osten - Hoffnung bei Pharma

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NEU ISENBURG (th). Saab-Insolvenz, sinkende Einkaufsmanager-Indizes in Europa und drohende Auftragsstornierungen bei Airbus und Boeing: Solche Nachrichten ließen den Dax im Verlauf der vergangenen Woche um gut neun Prozent auf 4015 Punkte absacken, und die Unsicherheit dürfte nach Meinung vieler Experten weiter anhalten. Mit bangem Blick schauen nun die Börsianer auf die Daten zu den Eigenheimpreisen in den USA, die im Lauf dieser Woche bekannt gegeben werden. "Wir befürchten hierzu weitere Rückgänge und damit eine Fortsetzung der negativen Vermögenseffekte", sagt die Ökonomin Ursina Kubli von der schweizerischen Privatbank Sarasin.

Neue Gefahren für Bankaktien sehen Analysten in Osteuropa aufkeimen, wo Rezession und fallende Preise für Rohstoffexporte tiefe Löcher in die Handelsbilanzen reißen. Zunehmende Ausfallrisiken im Kreditgeschäft mit osteuropäischen Staaten und Unternehmen könnten auch deutsche Banken zu Abschreibungen zwingen, mutmaßen Marktteilnehmer. Das Bankhaus Lampe stuft die Aktie der Commerzbank angesichts des sich wieder verdüsternden Umfelds derzeit mit "Verkaufen" ein.

Entsprechend rar sind die Unternehmen, die Aktienstrategen unter diesen Umständen auf die Kaufliste setzen. Nach guten Geschäftszahlen traut die Norddeutsche Landesbank dem Medizinkonzern Fresenius Medical Care weiteres Wachstum zu und rät Aktienanlegern zum Einstieg. Die WestLB hofft bei Merck auf einen neuen Blockbuster und empfiehlt, die Aktie aufzustocken.

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