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Anlagen-Kolumne

Gesundheit: Konjunkturrobust und zuwachssicher

Der Demografiewandel sorgt bei Gesundheitsleistungen für ein stabiles Wachstum. Das macht dieses Marktsegment für Anleger lukrativ.

Von Dr. Hanno Kühn Veröffentlicht:

Der demografische Wandel findet nicht nur in Deutschland statt – er ist ein weltweites Phänomen. Nach Prognosen von Fachleuten wird der Anteil der Menschen an der Weltbevölkerung, die 65 Jahre oder älter sind, bis zum Jahr 2049 auf 15,7 Prozent anwachsen. Zum Vergleich: Derzeit liegt dieser Wert bei 9,3 Prozent, vor 40 Jahren waren es gerade einmal 5,9 Prozent. Parallel dazu verlagert sich der Schwerpunkt der Konsumaktivität von den Industrieländern und China hin zu den Schwellenländern sowie vielen Staaten Afrikas.

In Deutschland wird der demografische Wandel insbesondere zu einer Verschiebung der Ausgaben führen – schlichtweg deshalb, weil sich mit dem Alter die Präferenzen und Notwendigkeiten ändern. Davon profitiert – neben den Sektoren Wohnen und Energie – vor allem die Gesundheitsbranche: Während die Gesundheitsausgaben pro Einwohner bei den 45- bis 65-Jährigen bei circa 3000 Euro pro Jahr liegen, sind sie bei den 65- bis 85-Jährigen bereits auf rund 8000, bei den über 85-Jährigen sogar auf knapp 20 .000 Euro pro Jahr gestiegen. Schon heute ist der Anteil der Gesundheitsausgaben am deutschen Bruttoinlandsprodukt mehr als doppelt so hoch wie vor 25 Jahren.

Neben der politischen Herausforderung, diese steigenden Gesundheitsausgaben langfristig zu finanzieren, ergeben sich aber auch Chancen aus dem demografischen Wandel – allem voran für Anleger: Die zunehmende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen sorgt für ein stabiles Wachstum dieses Marktsegments. Darüber hinaus erweist sich die Branche als konjunkturunabhängig, was sich auch während der Corona-Pandemie gezeigt hat. Wer in die Gesundheitsbranche investieren möchte, sollte sich jedoch bewusst sein, dass der Markt vielschichtig ist, sowohl was die Größe der Unternehmen als auch deren Geschäftstätigkeit sowie internationale Präsenz betrifft. Daher empfehlen sich als Anlagevehikel vor allem Investmentfonds, die das ihnen anvertraute Kapital breit streuen.

Dr. Hanno Kühn ist Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

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