Geldanlage

Anlagetipp für Ärzte: Per Sparplan hohe Renditen

Wird‘s noch günstiger? Sind die Kurse schon zu hoch? Der richtige Einstiegszeitpunkt an der Börse ist nur schwer zu erwischen. Wer regelmäßig kleine Beträge investiert, kann nur wenig falsch machen.

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Neu-Isenburg. Anleger, die in den zurückliegenden 20 Jahren monatlich 100 Euro in Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland investiert haben, erzielten eine durchschnittliche jährliche Rendite von 4,8 Prozent. Das hat der deutsche Fondsverband BVI ausgerechnet.

Damit verfügten diese Anleger Ende Juni 2020 – allen Kursturbulenzen zum Trotz – über eine Summe von knapp 40.000 Euro.

Hauptvorteil solcher langfristigen Aktien- oder Fondssparpläne mit festen Sparraten ist, dass bei niedrigen Kursen mehr Anteile gekauft werden können, bei hohen Kursen dagegen weniger. Die Sorge, mit einer größeren Anlagesumme den richtigen Einstiegszeitpunkt zu verpassen, stellt sich mit diesem sogenannten Cost-Average-Effekt nicht. „Wichtiger als der Zeitpunkt ist beim langfristigen Vermögensaufbau die Ausdauer“, sagt Jakob Trefz, Leiter Vermögensmanagement bei MLP nach einer Mitteilung des Unternehmens.

Vom Zinseszins-Effekt profitieren

Zusätzlich attraktiv, so MLP, würden die Sparpläne dann, wenn die Erträge wieder angelegt werden. Anleger profitierten so vom Zinseszins-Effekt. Sparpläne brächten daher Konstanz in den Vermögensaufbau.

Weiterer Vorteil: Die Sparraten könnten zwischendurch immer wieder aufgestockt oder auch gesenkt werden, je nach Finanzlage – etwa in jungen Jahren und später, wenn der Anleger mit beiden Beinen im Berufsleben steht.

Wichtig sei es, dass Finanzprodukte, in die Anleger investieren wollen, zur individuellen Risikoneigung passen. Dann könnten Anleger auch bei größeren Kursschwankungen ruhig schlafen – nicht nur, weil die nächste Sparrate mehr Fondsanteile beschert. (ger)

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