Direkt zum Inhaltsbereich

KV-Chef Hansen: "Ohne uns wird es nicht gehen"

KÖLN (iss). Bei der Impfung gegen Schweinegrippe setzen die Krankenkassen in Nordrhein auf den Öffentlichen Gesundheitsdienst. "Wir müssen möglichst schnell zu einer entsprechenden Impfvereinbarung mit dem Land kommen", sagt der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg Wilfried Jacobs der "Ärzte Zeitung".

Veröffentlicht:

Eine solche Massenimpfung gehöre zu den Kernzuständigkeiten des öffentlichen Gesundheitsdienstes, sagt Jacobs. Es könne sein, dass das Land auf eine Beteiligung der niedergelassenen Ärzte dränge. "Dann müssen wir über die Honorierung sprechen." Die nordrheinischen Kassen wollen sich dabei an der Vereinbarung in Bremen orientieren, betont er. Dort erhalten speziell für die Impfung beauftragte Arztpraxen 4,08 Euro pro Impfung.

Bei den Verhandlungen über die Massenimpfungen gebe es drei Baustellen, sagt ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums: die Belieferung der Impfstellen mit den Impfstoffen, die möglichst einheitliche Versorgung in den verschiedenen Regionen und die Bezahlung durch die Krankenkassen. "Die Gespräche mit den Kassen laufen noch, es ist noch nichts unterschriftsreif", sagt der Sprecher.

"Wir sind an den Impfvereinbarungen und den Verträgen nicht beteiligt, aber ohne uns wird es nicht gehen", sagt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) Dr. Leonhard Hansen. Die meisten Kommunen und Gesundheitsämter hätten gar nicht die Ressourcen, um die Impfaktionen allein zu stemmen.

Die KVNo hat bereits eine Umfrage gestartet, welche Ärzte bereit sind, sich an Massenimpfungen zu beteiligen. "Die Resonanz bei den Kollegen war sehr groß." Viele Hausärzte seien bereit, auch mittwochs und freitags nachmittags sowie samstags zu impfen. Da der Impfstoff in Zehnergebinden komme und spätestens nach 24 Stunden verbraucht sein müsse, sei die Impfung nicht in die Regelversorgung der Praxen zu integrieren.

Es sei klar, dass die Honorierung von 5,80 Euro für die saisonale Grippeimpfung wegen der speziellen organisatorischen Voraussetzungen bei der Impfung gegen H1N1 nicht greifen werde, sagt Hansen.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

GKV-Spargesetz

„Beitragssatzstabilität!“ – Die Honorarschere wird nachgeschärft

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Lithiumtherapie aktiviert WNT-Signalweg

Regeneration der COPD-Lunge: Was ist da möglich?

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Hepatologie im Wandel

Patienten mit Leberfibrose und -zirrhose bald heilbar?

Lesetipps
Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Tablets to maintain the correct functioning of the human cardiovascular system on a blue background close-up

© bisonov / stock.adobe.com

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen