Westfalen-Lippe

KV Consult mit neuem Gesicht

Einige der bisherigen Geschäftsfelder der Dienstleistungs-Tochter der KVWL sollen wegfallen. Damit reagiert die KVWL auf eine Regelung aus dem SGB V für Dienstleistungsgesellschaften.

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DORTMUND. Die KV Consult der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erhält ein anderes Gesicht. Das Tätigkeitsfeld der Dienstleistungs-Tochter wird stark eingeschränkt. "Die Consult soll fortgeführt, aber angepasst werden", sagte Vorstand Dr. Thomas Kriedel auf der KVWL-Vertreterversammlung in Dortmund.

Einige der bisherigen Geschäftsfelder werden wegfallen, andere verkleinert. Damit zieht die KVWL unter anderem die Konsequenzen aus der gesetzlich vorgesehenen Prüfung nach Paragraf 274 Sozialgesetzbuch V, bei der es unter anderem auch um die Consult ging.

Danach muss die KVWL die Geschäftsfelder der Tochter genau an die in Paragraf 77a für Dienstleistungsgesellschaften vorgesehenen Aufgaben anpassen. Außerdem muss sie gewährleisten, dass die Consult nicht mit Mitteln der KVWL subventioniert wird und finanziell eigenständig ist.

Die KVWL Consult gibt die Herausgabe des mit Anzeigen finanzierten Gesundheitsführers Dortmund auf. In den Bereichen Beratung und Seminare und KV Börse wird sie künftig nur noch dann tätig, wenn die KVWL die Aufgaben nicht selbst übernehmen kann oder will.

Die Beratung in Fragen der Sicherstellung übernimmt künftig die KV selbst, die betriebswirtschaftliche Beratung bleibt bei der Consult. Die von ihr angebotenen Leistungen müssen von den Ärzten und Therapeuten selbst bezahlt werden. Die bisher von der Consult angebotene KV-Börse wandert in den Bereich Sicherstellung der KVWL.

Wichtigste Standbeine der Dienstleistungstochter werden künftig die Unterstützung der Ärzte und Psychotherapeuten bei der Entwicklung und Abrechnung von Selektivverträgen sowie die Honorardifferenzierung sein. Dabei können Gemeinschaftspraxen die interne Gewinnverteilung ermitteln lassen. "Das läuft ganz gut", berichtete Kriedel. (iss)

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