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Kommentar – Telemedizin

Kassen gefragt

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Die Erprobung neuer telemedizinischer Anwendungen ist ohne das Engagement der beteiligten Ärzte und anderer Berufsgruppen kaum vorstellbar. Gerade in Ärztenetzen sind die Mediziner häufig bereit, viel Zeit und Arbeit in Modellprojekte zu stecken. Sie treibt die Hoffnung, mit Unterstützung der Technik die Versorgung ihrer Patienten verbessern zu können.

Es gibt aber eine weitere Komponente, die entscheidend zu Fortschritten in diesem Bereich beiträgt: die Bereitschaft der Politik, Geld für die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen in die Hand zu nehmen.

Ist dies wie in Bayern der Fall, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte. Auch in Nordrhein-Westfalen, wo das Gesundheitsministerium Telematik und Telemedizin gezielt fördert, hat sich eine bunte Landschaft mit verschiedenen Modellen entwickelt.

Nicht alle Ansätze werden erfolgreich sein. Misserfolge gehören dazu, wenn man neue Technologien erprobt. Die Modelle, die einen wirklichen Fortschritt bedeuten und auf Dauer finanzierbar sind, werden sich aber durchsetzen.

Dafür lohnen sich die Investitionen. Deshalb ist in diesem Feld nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die Kassen müssen in Vorleistung gehen. Immer nur auf das Engagement der Ärzte zu setzen, reicht jedenfalls nicht.

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