Arzneimittelausgaben

Kassen zahlten 2017 brutto drei Prozent mehr

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BERLIN. Punktlandung: Auf einen Zuwachs der Arzneimittelausgaben um 3,3 Prozent hatten sich die Vertragspartner – Kassen und KBV – für 2017 geeinigt. Nach aktuellen Zahlen, die der Apothekerverband ABDA am Dienstag veröffentlichte, wurden es schließlich 3,1 Prozent mehr. Insgesamt gaben demnach die gesetzlichen Kostenträger im vergangenen Jahr 35,2 Milliarden Euro für Arzneimittel aus.

Da diese Angaben auf Abrechnungspreisen der Apotheken beruhen, müssen Einspareffekte aus Rabattverträgen der Kassen mit Pharmaherstellern noch abgezogen werden. In den ersten neun Monaten 2017 hätten die Kassen aus Rabattvereinbarungen 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet, heißt es in der ABDA-Meldung; das seien vier Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Für das Gesamtjahr dürfte sich damit die oben genannte Gesamtsumme um schätzungsweise rund vier Milliarden Euro mindern.

Die Menge der abgegebenen Packungen habe sich 2017 um zwei Prozent auf 741 Millionen verringert, heißt es weiter. Und das, obwohl sich die Anzahl der gesetzlich Versicherten im Berichtsjahr um ein Prozent (800.000 Personen) auf fast 73 Millionen erhöht habe. Eine erste Auswertung zeige, dass insbesondere Protonenpumpenhemmer 2017 seltener verordnet wurden.

Nach Ansicht Fritz Beckers, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), hat das Ausgabenwachstum vor allem demografische Gründe. "Wenn mehr Patienten länger und besser leben können, darf man keine rückläufigen Ausgaben erwarten".

An den Apotheken jedenfalls liege es nicht. Deren Anteil an den GKV-Gesamtausgaben, versichert Becker, liege "seit Jahren stabil unter 2,5 Prozent". Das sind pro anno um die fünf Milliarden Euro. (cw)

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Kosten und Nutzen

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