Erfolgsmodell

Landarztquote: Mehr als 130 Mediziner für ländliche Regionen in Sachsen-Anhalt

Die Landarztquote ist ein Baustein im Kampf gegen den Ärztemangel: Junge Menschen, die später auf dem Land praktizieren wollen, können auch ohne Top-Abi einen Studienplatz bekommen. Sachsen-Anhalt zeigt, wie es geht.

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Magedburg. Über die Landarztquote sind in Sachsen-Anhalt bislang mehr als 130 zukünftige Medizinerinnen und Mediziner für die ländlichen Regionen gewonnen worden. Das erklärte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). „Unser Bundesland ist Vorreiter mit diesem Modell der Studienplatzvergabe.“ Aktuell sind wieder Bewerbungen möglich für das Wintersemester 2026/27.

Dabei können auch Kandidaten ohne Bestnoten einen Platz in Halle oder Magdeburg erhalten, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einer ländlichen Region zu arbeiten.

Beim Auswahlverfahren zählen hauptsächlich berufliche Vorerfahrungen im medizinischen Bereich und das Ergebnis eines spezifischen Eignungstests sowie mit zehn Prozent die Abiturnote.

7,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Medizinstudienplätze - das sind voraussichtlich 32 Studienplätze - sind für die Landarztquote vorgesehen, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. Weitere 1,5 Prozent beziehungsweise voraussichtlich fünf Studienplätze sind für künftige Amtsärzte vorgesehen. Auch in den Gesundheitsämtern fehlen Mediziner. (dpa)

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