Studie

Lohnunterschiede haben sich verdoppelt

Veröffentlicht: 04.12.2014, 08:13 Uhr

BERLIN. Die Schere zwischen Geringverdienern und den Beziehern von Spitzenlöhnen geht immer weiter auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Ein Jahrzehnte übergreifender Vergleich der Lebenseinkommen habe gezeigt, dass der Unterschied zwischen der obersten und der untersten Einkommensgruppe bei Arbeitnehmern des Jahrgangs 1972 doppelt so groß sei wie bei den 1935 Geborenen.

Die Wissenschaftler Timm Bönke und Holger Lüthen hatten die Löhne addiert, die westdeutsche, männliche, sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in ihrem gesamten Erwerbsleben erhalten. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass sich bereits bis zum 40. Lebensjahr die Ungleichheit bei den Lebenseinkommen im Generationenvergleich verdoppelt hat.

Hauptursache dafür sei, dass sich die Löhne zwischen den oberen und unteren Einkommensgruppen immer weiter auseinander entwickelt haben. Darüber hinaus seien Geringverdiener häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen.Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass sich durch diese Entwicklung die Unterschiede innerhalb der Gesellschaft weiter verstärken dürften.

Die Bezieher von niedrigen Einkommen könnten ihren Nachkommen kaum noch etwas vererben. Dies wiederum habe negative Auswirkungen auf deren Bildungsniveau und Karrierechancen. (dpa)

Mehr zum Thema

Platow-Empfehlung

Nemetschek überzeugt weiterhin

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Exklusiv Nikotinsucht

Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Virtueller ASCO

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden