MVZ-Zulassung: Kliniken vor neuen Problemen

DÜSSELDORF (kab). Bei der Gründung von MVZ sehen sich Krankenhäuser nach dem Versorgungsstrukturgesetz mit neuen Problemen konfrontiert.

Veröffentlicht:

Die möglichen Rechtsformen für eine Neugründung werden auf Personengesellschaften, eingetragene Genossenschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) beschränkt, erklärte Dr. Florian Hölzel, Fachanwalt für Medizinrecht, auf der Medica Juristica.

Für viele Kliniken, die MVZ oft als Eigenbetriebe führen, sei das keine praktikable Lösung. "Bislang war der Anteil der Krankenhaus-MVZ an den gesamten MVZ stabil", sagte Hölzel.

Dieser Auffassung entgegen stehen allerdings die Zahlen der KBV. Danach waren im vierten Quartal 2010 lediglich vier von bundesweit 1654 Versorgungszentren in Form einer Aktiengesellschaft organisiert.

Für die bestehenden MVZ-AG hat der Gesetzgeber im Versorgungsstrukturgesetz einen Bestandsschutz vorgesehen.

Steine auf dem Weg

Hans-Joachim Schade, Fachanwalt für Medizinrecht, sieht die Einschränkung der zugelassenen Träger mit Skepsis: "Wer soll denn sonst die hausärztliche Versorgung in zehn Jahren übernehmen?"

Während Kliniken Steine in den Weg gelegt werden, dürfen gleichzeitig neue Spieler wie Gemeinden oder die KVen in unterversorgten Gebieten MVZ gründen. "Das ist vollkommen absurd und schafft viel Arbeit für Juristen", kritisierte Anwalt Hölzel.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krankenhausreform

Deshalb ist der Streit um Lauterbachs Erbe voll entbrannt

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Adipostas und deren Folgen sind zu einer der häufigsten Todesursachen geworden.

© Christian Delbert / stock.adobe.com

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen