Cybersicherheit

MedTech sieht auch Praxen in der Pflicht

Ein Medtech-Verband fordert, dass nicht nur Kliniken, die als kritische Infrastrukturen gelten, ein IT-Sicherheitskonzept machen müssen.

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. In Zukunft ist nach der Prognose des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) vermehrt mit Cyberangriffen auf Gesundheitseinrichtungen wie Kliniken, MVZ und Praxen auch in Deutschland zu rechnen. Daher hält der ZVEI es für umso wichtiger, dass alle Leistungserbringer ein umfassendes Sicherheitskonzept für das eigene Netzwerk und die darin betriebenen IT-Systeme und Medizingeräte etablieren müssen.

So lautet einer von „20 Vorschlägen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Gesundheitsversorgung“, die Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, und Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik, vor Kurzem beim Jahreskongress des Verbands an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übergeben haben.

Bisher gelten nur für rund 90 der bundesweit 1942 Kliniken im Rahmen der KRITIS-Verordnung bereits klare Sicherheitsvorgaben, da sie zu den kritischen Infrastrukturen, also solchen Einrichtungen zählen, die für das staatliche Gemeinwesen besonders bedeutsam sind. Diese Kliniken sind – sanktionierungsfähig – verpflichtet, ein IT-Sicherheitskonzept auf dem Stand der Technik zu implementieren und regelmäßig zu aktualisieren.

„Jeder Leistungserbringer sollte dazu verpflichtet werden, mindestens ein klar definiertes System von Zugriffs- und Nutzungsrechten zu erstellen“, heißt es im ZVEI-Forderungskatalog. (maw)

Mehr zum Thema

Diabetes mellitus & E-Health

Insulintherapie mit Automaten – Warum dauert es so lange?

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Eine Dame, die auf einen Bildschirm schaut und vor sich ein Smartphone in einer Halterung hat, wischt sich eine Träne von der Wange. Online-Therapie: Als Add-on-Therapie und zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz hat sie ihren Stellenwert.

Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Angststörungen: Online-Therapie in Leitlinie aufgenommen