Cybersicherheit in der EU

NIS-2-Portal: Zum Stichtag haben sich 11.500 Unternehmen registriert

Effektiv hatten Unternehmen nur zwei Monate Zeit, sich als NIS-2-relevant auf dem eigens dazu eingerichteten BSI-Portal einzutragen. Für viele war das offenkundig doch zu kurzfristig.

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Betriebe müssen beim BSI von sich aus den Finger heben, wenn sie ein Größenkriterium der europäischen NIS-2-Richtlinie erfüllen. Die Richtlinie fordert umfangreiche Vorkehrungen gegen IT-Angriffe.

Betriebe müssen beim BSI von sich aus den Finger heben, wenn sie ein Größenkriterium der europäischen NIS-2-Richtlinie erfüllen. Die Richtlinie fordert umfangreiche Vorkehrungen gegen IT-Angriffe.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Bonn. Vergangenen Freitag (6. März) ist die offizielle Frist für Unternehmen abgelaufen, sich auf der Online-Plattform des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als NIS-2-relevant zu registrieren.

Bis zum Stichtag haben sich nach Auskunft der Bonner Behörde zu Wochenbeginn dort erst 11.500 Organisationen eingetragen. „Allein in der letzten Woche kamen mehr als 4.000 Registrierungen neu hinzu“, heißt es. Diese signifikante Steigerung lasse „darauf schließen, dass kurzfristig viele weitere Registrierungen erfolgen werden“.

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Sektorspezifische Zahlen zum Anmeldeaufkommen liegen noch nicht vor; diese beabsichtigt das Amt „voraussichtlich zum Quartalsende zur Verfügung zu stellen“. Laut Bundesregierung sind in Deutschland rund 30.000 Firmen aus 18 Branchen aufgefordert, sich im BSI-Portal anzumelden – darunter nach Schätzungen von Branchenbeobachtern auch rund 1.000 größere Gemeinschaftspraxen und Medizinische Versorgungszentren.

Betroffenheitskriterien sind entweder Belegschaften mit mehr als 50 Köpfen oder mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz. Unternehmen dieser Klassifizierung wird durch die europäische NIS-2-Richtlinie auferlegt, ein anspruchsvolles Cybersicherheitsmanagement zu betreiben sowie als „erheblich“ einzustufende Sicherheitsvorfälle zu melden.

Die eigeninitiativ zu leistende Registrierung als relevantes Unternehmen – das Amt kommt diesbezüglich nicht von sich aus auf Betriebe zu – erfolgt zweistufig: Zunächst muss ein Konto bei dem digitalen Verwaltungsdienst „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) angelegt werden. Anschließend ist mittels ELSTER-Organisationszertifikat die Registrierung im BSI-Portal möglich. (cw)

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