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Narkosesystem aus Hannover wird in China eingeführt

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HANNOVER / SHANGHAI (maw). Zehn Jahre nach der Präsentation des in Hannover entwickelten, patientenschonenden Narkosesystem "Narcotrend" auf der Expo 2000 in der niedersächsischen Landeshauptstadt wird das System auf der diesjährigen Weltausstellung in Shanghai präsentiert. Die Technik aus Hannover soll in 22 OP-Sälen im zur Shanghai Jiao Tong Universität gehörenden Ruijin-Krankenhaus als Referenzprojekt überzeugen, wie die Klinikum Region Hannover GmbH mitteilt.

Rund 400 deutsche Krankenhäuser verwenden den Angaben zufolge bereits das im Klinikum Oststadt-Heidehaus entwickelte Verfahren zur Bestimmung der Narkosetiefe. Das Narkoseverfahren basiere auf der Messung der Hirnströme (EEG) hinsichtlich der Schlaftiefe des Patienten während der Op. "Dadurch lässt sich die jeweils benötigte Menge an Narkosemittel individuell und bedarfsgerecht steuern", betont Privatdozent Arthur Schultz. Das System sei sehr einfach handhabbar.

Um die "Narkose nach Maß" zu steuern, die vor Unter- oder Überdosierungen schützt, werden dem Patienten lediglich drei Elektroden zur Messung der Hirnströme auf die Stirn geklebt. Schultz hat das Narkose-Monitorsystem mit einem Team aus Anästhesisten und Ingenieuren der "Arbeitsgruppe Informatik/Biometrie der Anästhesie" im Klinikum Oststadt-Heidehaus erarbeitet. Zur Eröffnung des chinesischen Referenzzentrums reist Schulz mit zwei Kollegen seiner Arbeitsgruppe nach Shanghai und wird dort die ersten Ausbildungskurse leiten. Das Ausbildungszentrum soll als Türöffner für weitere Installationen in China und darüber hinaus im asiatischen Raum dienen, so Schultz.

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