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Deutschland

„Neue Millionäre“ entdeckt

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Berlin. Die Vermögen in Deutschland sind nach einer Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sehr viel ungleicher verteilt als bisher bekannt.

Der Untersuchung – dem sozioökonomischen Panel – zufolge besitzt die untere Hälfte der Bevölkerung nur fünf Prozent des Gesamtvermögens. Veränderte Umfragemethoden hätten nun „neue Millionäre“ zu Tage gebracht. Die oberen zehn Prozent besitzen demnach mit 69 Prozent gut zwei Drittel des Nettovermögens, zuvor war man von knapp 59 Prozent ausgegangen.

Allein das reichste Prozent der Bevölkerung vereint rund 35 (statt knapp 22 Prozent) des Vermögens auf sich. Die unteren 50 Prozent haben nur fünf Prozent des Vermögens. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung haben überhaupt nichts. „Wir Deutschen verlassen uns auf den Sozialstaat. Das ist das wirkliche Problem“, so DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Zu der Frage, welche Lösungsansätze er für die ungleiche Verteilung des Vermögens sehe, sagte Fratzscher: Zum einen durch eine Umverteilung, in der man die Reichen höher besteuert und das Geld den Ärmeren gibt.

Und zum anderen, indem man niedrige Einkommen anhebt und die Menschen in die Lage versetzt, selbst Vermögen aufzubauen. Hier seien Regeln des Niedriglohnsektors und der Teilzeitarbeit zu überdenken. (syc)

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