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Niedrige Klinikpreise - da bleibt noch Geld für Urlaub

HEIDE (di). Seit Jahren kritisieren die Kliniken im Norden die unterschiedlichen Preise für Klinikleistungen. Nun versuchen sie es mit Ironie. "Schleswig-Holstein operiert mich in den Urlaub!"

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Flensburg: Auch hier beteiligen sich Arbeitnehmervertretungen an der Kampagne. K

Flensburg: Auch hier beteiligen sich Arbeitnehmervertretungen an der Kampagne. K

© BUP-PIXEL / fotolia.com

Dieser Slogan aus dem Norden richtet sich an Patienten aus Süddeutschland. Denn die Kassen zahlen für die Patienten in schleswig-holsteinischen Kliniken wie berichtet weniger als im Rest der Republik.

Für das so eingesparte Geld könnten die Patienten doch anschließend einen Urlaub "hinterm Deich" anhängen, lautet der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag der Arbeitnehmervertretungen aus zehn schleswig-holsteinischen Kliniken.

Zum Lachen ist den Personal- und Betriebsräten aber schon lange nicht mehr zumute, weil die Erlössituation ihrer Arbeitgeber immer prekärer wird. Entscheidend ist dabei der bundesweit unterschiedlich hohe Landesbasisfallwert.

Zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern erhalten die Schleswig-Holsteiner den niedrigsten Wert und damit die schlechtesten Erlöse. Als Beispiel nennen die Kliniken eine Hüftoperation, für die die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz 8950 Euro erhalten, in Schleswig-Holstein aber nur rund 8150 Euro.

"Es ist uns unverständlich, dass die Landesbasisfallwerte so unterschiedlich bleiben müssen. Die Mindereinnahmen in Schleswig-Holstein sorgen für eine immer stärkere Arbeitsverdichtung und gehen auf die Knochen der Arbeitnehmer", kritisierte Joachim Luplow, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide.

Die Personal- und Betriebsräte der zehn Häuser fordern im Namen ihrer Belegschaften eine "gerechte und auskömmliche Krankenhausfinanzierung".

Ohne die Angleichung befürchten die Personal- und Betriebsräte einen "Kahlschlag" beim Personal und weitere Arbeitsverdichtung.

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