50.000 Euro

Nordrhein fördert erstes Praxisnetz

Das Gesundheitsnetz Köln Süd freut sich über "Ritterschlag", der mit 50.000 Euro Förderung verbunden ist.

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KÖLN. In Nordrhein ist das erste Praxisnetz zertifiziert worden. Die KV Nordrhein (KVNo) hat zum 1. April das Gesundheitsnetz Köln Süd (GKS) anerkannt, und zwar nicht nur in der Basisstufe, sondern auch in Stufe 1.

Der GKS-Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Flügel-Bleienheuft begrüßt die Entscheidung. "Die Akkreditierung ist für uns ein Ritterschlag, auf dem wir uns nicht ausruhen werden", sagt er.

Die Herausforderung für die Zukunft liege darin, gemeinsam mit der KVNo die Versorgung zu gestalten. Dabei spielten vor allem die Zunahme chronischer Erkrankungen und die Zahl multimorbider Patienten eine große Rolle.

"Die Zertifizierung ist ein positives Signal nach innen und nach außen", freut sich Flügel-Bleienheuft.

Das 2007 gegründete Netz hat zurzeit 84 ärztliche Mitglieder aus Praxen und Kliniken, davon 82 Prozent Fachärzte. Das GKS kooperiert projektbezogen mit stationären Pflegeeinrichtungen, Physiotherapeuten, Krankentransportunternehmen und Apotheken.

"Geld für IT-Vernetzung zurücklegen"

Das Unternehmen Frielingsdorf Consult hat das Netzmanagement übernommen, die Netzmitglieder haben gemeinsame Standards entwickelt. Zu den Projekten des GKS gehören die Betreuung von Pflegeheimpatienten und die bessere Versorgung von multimorbiden Patienten mit Multimedikation.

Die Anerkennung in der Basisstufe ist mit einer Förderung von 40.000 Euro verbunden, für die Stufe 1 gibt es weitere 10.000 Euro. "Wir werden das Geld vor allem für die IT-Vernetzung zurücklegen", sagt Flügel-Bleienheuft.

Das GKS erfülle sämtliche Vorgaben der KVNo-Richtlinie zur Anerkennung und Förderung von Praxisnetzen für die Stufe 1, sagt KVNo-Sprecher Dr. Heiko Schmitz.

"Bei der Anerkennung und Förderung von Netzen ist für die KV Nordrhein neben formalen Voraussetzungen zur Größe und Struktur wesentlich, dass ein Praxisnetz zur Qualität und Effektivität der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung vor Ort beiträgt - insbesondere durch eine intensivierte fachliche Kooperation der Beteiligten." (iss)

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