Bundesregierung

Notlagentarif in der PKV zeigt Wirkung

Der 2013 eingeführte Notlagentarif ist laut der Bundesregierung kein Dauerparkplatz für finanzschwache Privatpatienten.

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BERLIN. Die Bundesregierung zeigt sich zufrieden: Die Intention des Notlagentarifs, für privat Krankenversicherte in einer vorübergehenden finanziellen Notlage eine kostengünstige Absicherung des Krankheitsrisikos zu schaffen, funktioniere in der Praxis.

Das geht aus der Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen hervor. Mehr noch: Die Daten vom PKV-Verband belegten, dass die Versicherten tatsächlich die Chance hätten, relativ schnell in ihren Ursprungstarif zurückzukehren.

Zwar sei die Zahl der Versicherten im Notlagentarif in den letzten beiden Jahren auf den ersten Blick stabil geblieben. - So seien dem Tarif laut dem PKV-Verband zum 31. Dezember 2015 rund 115.000 Personen zugeordnet gewesen.

 Ein Jahr zuvor waren es etwas mehr als 114.000 (wir berichteten). - "Hinter den stabilen Stichtagsdaten steht jedoch ein dynamischer Ab- und Zugang", schreibt die Regierung. Im Laufe des Jahres 2015 seien rund 40 Prozent der Versicherten aus dem Notlagentarif ausgeschieden, dabei seien sie im Schnitt 9,5 Monate in dem Tarif versichert gewesen. "Die große Mehrheit der Versicherten wechselte anschließend in ihren Ursprungstarif zurück", heißt es.

Im Jahr 2014 habe sich die Entwicklung nach Angaben des PKV-Verbandes ähnlich dargestellt.Der Notlagentarif war im August 2013 neu geschaffen worden. Von 2013 auf 2014 nahm die Zahl der Versicherten in dem Tarif um 22 Prozent zu (von 93.500 Personen 114.400 Personen in diesem Tarifmodell). (reh)

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