Özkan: Hygieneärzte keine Patentlösung

OSNABRÜCK (dpa). Nach den Todesfällen auf einer Bremer Frühchen-Station hält Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) die Anstellung weiterer hauptamtlicher Hygieneärzte in Kliniken nicht für ein Patentrezept zur Lösung des Problems.

Veröffentlicht:

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Özkan: "Mehr Hygieneärzte hätten in Bremen oder anderen Kliniken keine bessere Lage bewirkt." Die Ministerin widersprach damit einer Forderung des SPD-Gesundheitsexperten Professor Karl Lauterbach.

Entscheidend sei zunächst, dass die bestehenden Hygienevorschriften in den Krankenhäusern penibel eingehalten würden. "Das Bewusstsein dafür muss vom Chefarzt bis zur Pflegekraft und Reinigungskraft gelebt werden", betonte die Ministerin.

"Das fängt schon bei der Händedesinfektion an." Im Fall einer Besiedlung mit Keimen sei ein vorgegebener minutiöser Ablauf einzuhalten, betonte die CDU-Politikerin.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bundessozialgericht

BSG klärt Verjährungsfristen für Krankenhausrechnungen

Urteil

BSG definiert, wann Neugeborenen-Infektion „angeboren“ ist

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 11.03.201220:46 Uhr

Hygiene-"Bewußtsein"

Das Bewußtsein, und insbesondere die Hygiene-Bewußtheit, wird gewiß vom konkreten Wissen und praktischer Erfahrung über etwas bestimmt.
Das umfassende Wissensgebiet der Hygiene (=Gesundheitslehre) war zu meiner Zeit als Wiss. Assistent für Medizin- und Pharmaziestudenten nicht besonders beliebt. Das mag sich in drei Jahrzehnten geändert haben.
Wenn nach einem Facharzt für Hygiene, insbesondere für Krankenhaus-Hygiene gerufen wird, so sollte gewiß die Einführung des Dienstpostens abhängig von der Zahl der Stationen und Betten gemacht werden.
Eine unterweisende und kontrollierende Hygiene-Fachkraft sollte allerdings im Zeitalter von MRSA und anderen Resistenzen auf jeder geschlossenen Abteilung vorhanden sein und neben ihrem Pflegedienst auch eine Extra-Vergütung für die "Schmutzarbeit" erhalten.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene und Mikrobiologie) Rostock

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?

Lesetipps
Vorbereitung für die Obduktion eines Leichnams.

© sudok1 / stock.adobe.com

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt