Direkt zum Inhaltsbereich

Wenn Angehörige an Schweinegrippe erkranken, müssen Praxen schließen

KÖLN(iss). Ärzte, die wegen des Verdachts einer Infektion mit dem neuen H1N1-Virus ihre Praxis schließen müssen oder nicht im Krankenhaus arbeiten dürfen, haben Anspruch auf Entschädigung. Zuständig für die Zahlungen sind die Bundesländer. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Amtsarzt das vorübergehende Verbot der Berufstätigkeit angeordnet hat.

Atteste sind Sache der Behörden.

Atteste sind Sache der Behörden.

© Foto: MartinaTaylorwww.fotolia.de

Wenn jemand an der Schweinegrippe erkrankt, gelten für ihn dieselben Regeln wie bei anderen Erkrankungen auch: Er wird krank geschrieben. Anders ist es zum Beispiel, wenn Angehörige von Ärzten, Arzthelferinnen oder Krankenschwestern krank werden: "Wenn die Gesundheitsbehörde bei Ansteckungsverdächtigen ein Arbeitsverbot anordnet, muss das Land eine Entschädigung zahlen, egal ob es sich um Angestellte oder Selbstständige handelt", so eine Sprecherin der Bundesgesundheitsministeriums. Empfiehlt der Amtsarzt dagegen nur das Fernbleiben vom Arbeitsplatz, gibt es keinen derartigen Anspruch.

Beschäftigungsverbote wegen des engen Kontakts mit Erkrankten gelten meist für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie für Lehrer. Zahlen darüber, wie viele Personen bisher von Verboten betroffen sind, gibt es nicht. Niedergelassene Ärzte können Beschäftigungsverbote nicht aussprechen - auch nicht für sich selbst oder ihre Angestellten. "Ausschließlich der Amtsarzt kann ein Beschäftigungsverbot aussprechen", sagt der stellvertretende Leiter des Kölner Gesundheitsamtes Dr. Bernhard Schoenemann. Das gelte auch für Arztpraxen.

Lesen Sie dazu auch: Erkrankt ein Angehöriger, muss die Praxis schließen

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

162 Studien ausgewertet

Häufigkeit von zerebralen Aneurysmata nimmt zu

Lesetipps
Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Ärztin untersucht Schilddrüse

© Peakstock - stock.adobe.com

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?