Hebammen-Honorar

PKV bringt doppelt so viel Geld wie GKV

Nicht nur Ärzte, auch freiberufliche Hebammen fahren mit PKV- Honoraren besser.

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KÖLN. Wenn freiberufliche Hebammen privatversicherte Mütter rund um die Entbindung versorgen, erhalten sie im Schnitt fast doppelt so viel Honorar wie bei der Betreuung gesetzlich Versicherter. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherer (WIP).

Das Institut hat bereits mehrfach den sogenannten Mehrumsatz der PKV gegenüber der GKV untersucht, und zwar sowohl bei den gesamten Ausgaben für die medizinische Versorgung als auch in einzelnen Leistungsbereichen. Jetzt haben die Wissenschaftler erstmals das Honorar der Hebammen unter die Lupe genommen.

Ergebnis: 2013 haben die Hebammen für ambulante Geburten 79 Millionen Euro über die private Gebührenordnung abgerechnet. Laut WIP waren das 36,5 Millionen Euro mehr, als sie für dieselben Leistungen von der GKV erhalten hätten.

"Die Abrechnung über eine PrivatGebO ermöglicht es der Hebamme, deutlich höhere Gebühren anzusetzen als bei einer Abrechnung über die Vergütungsvereinbarung gemäß GKV-Kollektivvertrag", schreibt Institutsleiter Dr. Frank Wild. Daraus resultiere ein überproportionaler Finanzierungsbeitrag der Privatversicherten.

Die private Gebührenordnung orientiert sich zwar an den für die GKV vereinbarten Vergütungen, die Hebammen können aber Steigerungsfaktoren ansetzen. Die Ermittlung der Honorardifferenz beruht im Wesentlichen auf diesen Steigerungsfaktoren.

Die vom WIP ermittelten Ergebnisse würden durch eine Untersuchung des IGES-Instituts auf Basis der Daten des PKV-Marktführers Debeka bestätigt, versichert Wild. (iss)

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