Direkt zum Inhaltsbereich

Wettbewerb

Portal muss Provisionen zur Kenntnis geben

Ein Vergleichsportal für augenärztliche Leistungen zieht den Kürzeren gegen die Wettbewerbszentrale: Bezahlte Einträge müssen als Werbung gekennzeichnet werden.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Kennzeichnung bezahlter Inhalte ist immer wieder ein Thema wettbewerbsrechtlicher Auseinandersetzungen – auch in der Gesundheitswirtschaft. Erst kürzlich hat die Wettbewerbszentrale einmal mehr für Klarheit gesorgt: In einem Verfahren vor dem Landgericht Berlin konnte sie durchsetzen, dass ein Preisvergleichsportal für Augenlaserbehandlungen die Verbraucher über Provisionsvereinbarungen mit den ausgewiesenen Ärzten informieren muss (Az.: 52 O 15/17). Die Ärzte hatten, wie die Wettbewerbszentrale berichtet, einesteils für die Erstellung ihres Profils zu zahlen. Darüber hinaus wurde eine Provision fällig, sobald ein Behandlungsvertrag zustandekam. Zuvor war das Portal bereits erfolgreich wegen irreführender Preisangaben ("die besten Preise") abgemahnt worden, da Ärzte ihre Preise nach sachlich-medizinischen Kriterien und den Vorgaben der GOÄ berechnen müssen.

Das Landgericht, heißt es, habe die Pflicht zur Offenlegung auch der Provisionsvereinbarung mit dem Interesse des Verbrauchers begründet, zu erfahren, "dass es sich bei den aufgelisteten Ärzten aus seinem räumlichen Umfeld keinesfalls um sämtliche Ärzte handele, die die Dienstleistung anböten". Darüber hinaus liege es auf der Hand, dass Provisionen die Bewertung eines Anbieters beeinflussen könnten. Auch das müssten Verbraucher wissen, um sich ein Urteil bilden zu können. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Lesetipps
Eine auswahl frischer, unverarbeiteter Lebensmittel mit antioxidativen Wirkungen.

© bit24 - stock.adobe.com

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Cristiano Ronaldo schießt auf das Tor von Manuel Neuer.

© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Matthias Hangst

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Spitzensport schützt – und hinterlässt Spuren