PKV-Analyse

Prämien für Vollversicherungen steigen um fast 3,8 Prozent je Jahr

Beamte kommen bei den Tarifanpassungen im 20-Jahres-Vergleich günstiger weg als Angestellte, wie eine aktuelle Auswertung zur PKV-Prämienentwicklung zeigt.

Veröffentlicht: 02.04.2020, 16:07 Uhr

Köln. In den Jahren 2000 bis 2020 sind die Beiträge für eine private Vollversicherung bei Angestellten im Durchschnitt um 3,76 Prozent pro Jahr gestiegen. Bei den Beamten waren es 2,94 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Branchendienstes Map-Report zur privaten Krankenversicherung (PKV). Sie basiert allerdings nur auf den Daten von zwölf Versicherern mit einem Marktanteil von 45 Prozent – die meisten Anbieter haben die Datenlieferung verweigert.

Die Entwicklung der PKV-Tarife für Freiberufler und andere Selbstständige ist dort nicht enthalten. Zum Jahresanfang haben sich die Beiträge der Angestellten um 3,21 Prozent erhöht. Das war leicht mehr als die 2,87 Prozent Anfang des vergangenen Jahres. Bei den Beamten betrug die Anpassung im Schnitt 3,85 Prozent und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2,14 Prozent).

Motivationsprobleme bei der Umfrageteilnahme?

Der Chefredakteur des Map-Reports Reinhard Klages kritisiert, dass ein Großteil der PKV-Unternehmen nicht die erforderlichen Informationen für das Rating zur Verfügung gestellt hat. Der Report zeige, was ein gutes PKV-Unternehmen ausmache, sämtliche Bewertungskriterien samt Werteskala lägen offen, betont Klages – eigentlich ein überzeugter Anhänger der PKV. „Doch die Transparenz hat auch ihre Schattenseiten.“ Jeder Versicherer könne vor der Datenlieferung einschätzen, ob seine Leistungen für eine gute Bewertung reichen würden. „Da sinkt schon mal die Motivation zur Teilnahme.“

Im Rating ist der Marktführer Debeka erneut als Sieger vom Platz gegangen. Mit Ausnahme des Jahres 2017 war das seit 2001 immer der Fall. Als „hervorragend“ bewertet der Map-Report zudem die Unternehmen Provinzial Kranken, Signal Iduna, LVM, R+V, Süddeutsche, Allianz und Alte Oldenburger. Das Prädikat „sehr gut“ erhalten Hanse Merkur, Concordia und Barmenia, ein „gut“ die Mecklenburgische. (iss)

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