QM-Bewertung stößt bei Ärzten auf großes Interesse

Die Evaluation des QM-Systems der KVWL ist auf große Resonanz gestoßen. Viele Ärzte haben sich an der Befragung beteiligt.

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DORTMUND (iss). Zur Bewertung des KV-eigenen Systems KPQM haben Anfang des Jahres alle KVWL-Mitglieder einen Fragebogen erhalten.

Für die statistische und wissenschaftliche Verwertbarkeit wäre ein Rücklauf von knapp 400 Bögen erforderlich gewesen, berichtete der KVWL-Vorsitzende Dr. Wolfgang- Axel Dryden auf der Vertreterversammlung in Dortmund.

Tatsächlich wurden es fast 1800. "Damit haben wir eine Datengrundlage, die statistisch und wissenschaftlich valide verarbeitbar ist", sagte er.

Nutzen für die Praxen wird ermittelt

Die Beteiligung zeige, dass bei den Mitgliedern ein großes Interesse an der Evaluation bestehe, so Dryden. Die KVWL will unter anderem herausfinden, wie KPQM weiterentwickelt werden muss, um den Ansprüchen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu entsprechen.

Außerdem geht es um die Ermittlung des Nutzens für die Praxen. "Nach unserer Überzeugung kann ein Qualitätsmanagement nur dann seine Ziele erfüllen, wenn es für die Praxis und die in ihr betreuten Patienten einen belegbaren Nutzen bringt."

Ein Grund für die Veranlassung der Studie war auch eine gewisse Skepsis der KVWL gegenüber der verpflichtenden Evaluation durch den GBA.

Ergebnisse sollen Ende 2011 vorliegen

Dabei seien Einflüsse durch die Betreiber andere Qualitätsmanagement-Systeme wie EPA oder QEP nicht auszuschließen, sagte Dryden. "Wir haben die Sorge, ob die Evaluation unbeeinflusst und unvoreingenommen vorgenommen wird." EPA wurde vom AQUA-Institut entwickelt, QEP von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Bis Ende 2011 sollen erste Ergebnisse der Untersuchung vorliegen. Bislang habe es überwiegend positive Rückmeldungen zu KPQM gegeben. "Kritik kam insbesondere von Psychotherapeuten, die ihre Praxis allein führen."

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