Direkt zum Inhaltsbereich

Rhön weist Vorwürfe wegen Pflegemängeln zurück

MARBURG (coo). Gravierende Mängel in der Pflege und unzureichende Diagnosen? Das sind Vorwürfe, die in den vergangenen Tagen gegen das privatisierte Universitätsklinikum Gießen und Marburg erhoben wurden.

Veröffentlicht:

Die Vorwürfe kommen von einer anonym gebliebenen Marburger Hausärztin und mehreren Krankenschwestern. Wirtschaftliche Vorgaben bestimmten die Arbeit der Mediziner, hieß es in Medienberichten. Jetzt wehrte sich die Klinikleitung. Seit dem Verkauf der Großkrankenhäuser an die Rhön Klinikum AG habe es keine Verschlechterungen in der Krankenversorgung gegeben, sagte Geschäftsführer Gerald Meder: "Wir bieten medizinische Spitzenversorgung." Dass die Zahl der Patienten um drei bis vier Prozent stieg - darunter besonders viele schwere Fälle -, wertet er als Beleg für die hervorragende Arbeit der Klinik.

Auch durch den Personalabbau gebe es keine Nachteile. Dagegen sagt Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher: "Das Personal ist hoch engagiert. Aber wenn man das Arbeitspensum erhöht und das Personal reduziert, hat man natürlich nicht die Qualität, die man haben sollte."

Böttcher erzählt von weinenden Schwestern, die so überlastet seien, dass sie die Arbeit kaum noch schafften. In den Uni-Kliniken Gießen/Marburg wurden seit dem Verkauf knapp 300 Vollzeitstellen gestrichen. Meder betont, dass vor allem im "patientenfernen Bereich" gespart wurde. Die Vorwürfe bezeichnete der ärztliche Geschäftsführer Professor Werner Seeger als Agitation. In dem bekannt gewordenen Fall einer Tumorpatientin, die angeblich ohne Behandlung und Diagnose entlassen worden sei, konnte die Klinik keinen Fehler entdecken. Sie sei aber bereit, sich von unabhängigen Dritten überprüfen zu lassen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Klarstellung veröffentlicht

AOP-Katalog und Narkose-Leistungen: Wann die EBM-Abrechnung möglich ist

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Lesetipps
Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie