Arzneimittelsicherheit

Sechs Millionen Packungs-Scans täglich

Das Securpharm-System, mit dem sich prüfen lässt, ob eine abzugebende Medikamentenpackung regulär in den Handel gelangt ist, ist offenbar alltagstauglich.

Veröffentlicht: 03.02.2020, 13:14 Uhr
Sechs Millionen Packungs-Scans täglich

An dem Securpharm-System beteiligten sich derzeit 19.330 öffentliche Apotheken, außerdem Klinikapotheker, Pharmagroßhändler und Arzneimittelhersteller.

© Alexandra Lechner

Frankfurt/Main. Nach den ersten zwölf Monaten im Praxisbetrieb zieht der Betreiber des Fälschungsschutzsystems Securpharm eine positive Bilanz: „Die Einführung des Securpharm-Systems verlief erfolgreich, auch wenn noch einige Herausforderungen vor uns liegen“, ließ zu Wochenbeginn Vereins- Geschäftsführer Martin Bergen verlauten.

Seit Start der datenbankgestützten Packungsnummernkontrolle Anfang Februar vorigen Jahres sei die Anzahl der im System erfassten Arzneimittelpackungen von 65 Millionen auf 1050 Millionen am Jahresende gestiegen. An dem System beteiligten sich derzeit 19.330 öffentlichen Apotheken, 408 Krankenhausapotheken, 945 Pharmagroßhändler sowie 386 Arzneimittelhersteller, heißt es.

Täglich würden rund sechs Millionen Packungen vor der Abgabe per Digitalscan geprüft. Nach vollständiger Umstellung fänden aller Voraussicht nach an jedem Werktag rund zehn Millionen Packungs-Scans statt. Die aktuelle Differenz erkläre sich daraus, dass vor dem 9. Februar 2019 in den Handel gebrachte Produkte (noch ohne auf der Packung aufgebrachte Kontrollnummer) bis zum Ablauf des Verfallsdatums von den Apotheken abgegeben werden dürfen.

Völlig reibungslos verlief das erste Jahr des digitalen Fälschungsschutzes in den Apotheken allerdings nicht: Wiederholt wurden im Sommer Verbindungsprobleme zum Securpharm-Server gemeldet. Den Apotheken machen solche Leitungsunterbrechungen zusätzliche Arbeit, da sie sich die Kontrollnummer bei der Packungsabgabe aufschreiben müssen, um sie, wenn die Leitung wieder steht, nachträglich zu verifizieren und aus der Datenbank auszubuchen. (cw)

Mehr zum Thema
Update

Masernschutzgesetz

Mehrfachrezept – Selbstverwaltung liefert nicht

Zukauf

Venoruton® kommt künftig von Stada

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
„Sichere Apps auf Rezept gibt es nicht“

Digitale Gesundheitsanwendungen

„Sichere Apps auf Rezept gibt es nicht“

Geht der Arzt als Corona-Superspreader in die Praxis?

Schleswig-Holstein

Geht der Arzt als Corona-Superspreader in die Praxis?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden