Stada sieht vor allem in Osteuropa Einsparpotenzial

Das Bad Vilbeler Unternehmen hat sein Restrukturierungsprogramm "Stada - build the future" konkretisiert. Deutschland steht dabei nicht so stark im Fokus.

Veröffentlicht:

BAD VILBEL (cw). Der OTC- und Generikaanbieter Stada hat sein Restrukturierungsprogramm "Stada - build the future" konkretisiert (wir berichteten kurz). Nachdem die zwischenzeitlich erwogene Verlegung der Konzernzentrale aus Bad Vilbel ins steuergünstigere Ausland längst wieder vom Tisch ist, können nun auch die deutschen Stada-Beschäftigten wenigstens teilweise aufatmen. Das Vorhaben, die Konzernbelegschaft um zehn Prozent - und damit rund 800 Stellen - zu verkleinern, betreffe vor allem ausländische Standorte, heißt es. Im Inland falle der beabsichtigte Stellenabbau dagegen "unterproportional" aus, versicherte ein Stada-Sprecher.

Kosten wolle man außer in der Verwaltung besonders in der Herstellung optimieren. Dazu sollen auch Betriebe geschlossen oder verkauft werden. Von den beiden hiesigen Werken in Bad Vilbel und Pfaffenhofen stehe aber keines zur Disposition, so der Sprecher weiter.

Aktuell besitzt Stada 15 Werke. Die Akquisition der serbischen Hemofarm (2006) sowie der russischen Nizpharm (2005) und Makiz (2007) bescherten Stada ein starkes Produktions-Standbein in Osteuropa. Derzeit sind es neun Betriebe. Davon fehlen vieren jedoch die nötigen Genehmigungen, für den EU-Markt produzieren zu können. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass diese Werke jetzt im Fokus geplanter Schließungen stehen. Weitere Werke unterhält Stada in China, Vietnam, Irland und den Niederlanden.

Die Restrukturierungsmaßnahmen dürften "voraussichtlich 2013 abgeschlossen werden", heißt es. Die Projektkosten und -investitionen addierten sich auf 70 Millionen Euro.

Die Einsparungen sollen maßgeblich dazu beitragen, dass Stada seine ehrgeizigen mittelfristigen Wachstumsziele erreicht: Bis 2014 peilt der Konzern einen Jahresumsatz von 2,15 Milliarden Euro an (2009: 1,57 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern soll sich dann auf 215 Millionen Euro (2009: 100,4 Millionen)summieren.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?