Corona-Umfrage

Stimmung bei Freiberuflern teils noch im Keller

Die Vertreter der freien Berufe schätzen die wirtschaftliche Lage immerhin etwas besser ein als noch vor Jahresfrist. Auch für die nahe Zukunft herrscht eher Aufbruchstimmung.

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Berlin. Ärzte und andere Freiberufler befinden sich nach einer laut Bundesverband der Freien Berufe (BFB) repräsentativen Umfrage noch immer nicht in guter wirtschaftlicher Stimmung. 43,8 Prozent der befragten Freiberufler stufen ihre aktuelle Geschäftslage demnach als gut ein,

34,9 Prozent als befriedigend und 21,3 Prozent als schlecht. Dies sei verglichen mit den Werten aus dem Sommer 2020 eine Verbesserung: Vor einem Jahr lagen die Werte bei 28,5 Prozent (gut), 40,7 Prozent (befriedigend) und 30,8 Prozent (schlecht).

„Alle vier Freiberufler-Gruppen beurteilen ihre aktuelle Lage besser als im Vorsommer: Am zufriedensten sind die befragten technisch-naturwissenschaftlichen Freiberufler, gefolgt von den rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberuflern, die freien Heilberufe und die freien Kulturberufe sind noch verhaltener“, so der BFB in einer Mitteilung.

Jeder Fünfte erwartet ungünstigere Entwicklung

Für das kommende Halbjahr erwarteten 15 Prozent der Befragten eine günstigere, 63,8 Prozent eine gleichbleibende und 21,2 Prozent eine ungünstigere Entwicklung. Hier verbesserten sich die Werte im Vergleich zum letztjährigen Sommer: Diese lagen bei 8,6 Prozent (günstiger), 34,6 Prozent (gleichbleibend) und 56,8 Prozent (ungünstiger).

Mit Blick auf das kommenden Halbjahr bleiben laut BFB alle vier Freiberufler-Gruppen zurückhaltend, wenn auch nicht so sehr wie noch im Vorsommer: Am kritischsten sind die freien Kulturberufe, verhalten sind auch die freien Heilberufe, etwas zuversichtlicher sind die technisch-naturwissenschaftlichen und die rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberufler. (maw)

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