Pilotprojekt

TK will in Hamburg das E-Rezept testen

2020 soll das E-Rezept in Deutschland eingeführt werden. Die TK prescht jetzt mit einem Pilotprojekt in Hamburg vor.

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HAMBURG. Testfeld Hamburg-Wandsbek: Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK), die Patienten der Arztpraxis „Diabetes Zentrum Wandsbek“ sind, können sich dort ab sofort in ein Pilotprojekt zum elektronischen Rezept (E-Rezept) einschreiben.

Ab 1. März sollen Teilnehmer am Projekt die ersten E-Rezepte per Smartphone über eine App in der Priv. Adler Apotheke in Wandsbek einlösen können. Die Ärzte des Diabetes Zentrums stellen das E-Rezept aus. Die Pilotphase ist nach Angaben der TK auf 18 Monate angelegt.

Alois Schießl, Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie und Suchtmedizin im Diabetes Zentrum Wandsbek, sieht vor allem bei Folgeverordnungen einen Vorteil, schreibt die TK in ihrer Pressemitteilung zum Projektstart. „Das E-Rezept wird uns und auch den Patienten den Praxisalltag sehr erleichtern. Besonders bei Folgeverordnungen und Medikamentenwünschen ist es dann nicht mehr notwendig, allein deshalb die Arztpraxis zu besuchen“, sagt Schießl.

Wenn ein Versicherter am Pilotprojekt teilnimmt, erstellt und signiert der Arzt die Verordnung über eine eingerichtete Software-Erweiterung, beschreibt die TK den Vorgang. Versicherte erhielten anschließend die Verordnung sowie einen dazugehörigen QR-Code auf eine App ihres Smartphones.

Dieser Code werde in der Apotheke eingescannt und das Rezept daraufhin einmalig abgegeben. Der Übertragungsweg ist Ende-zu-Ende verschlüsselt, und die Rezeptdaten liegen, bis zum Abruf in der Apotheke, dezentral in der Praxis.

Die TK entwickelt das E-Rezept gemeinsam mit den Technik-Partnern connected-health.eu GmbH und dem Software-Dienstleistungsunternehmen König IDV GmbH. Connected-health.eu steht als Unternehmen hinter der App LifeTime, über die Patienten unter anderem ihre medizinischen Daten übers Smartphone verwalten können. Das Unternehmen wurde 2014 vom Hamburger Arzt Dr. Johannes Jacubeit gegründet.

Inwieweit das Projekt mit den Plänen von Gesundheitsminister Jens Spahn zum E-Rezept vereinbar sind, ließ die TK auf Anfrage am Freitag offen. Man wolle aber „keine Insellösung produzieren“, hieß es. (ger)

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