Jahresabschluss

Uniklinik Dresden bleibt auch 2021 in den roten Zahlen

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Dresden. Das Universitätsklinikum Dresden hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von rund 9,9 Millionen Euro abgeschlossen. Im Jahr 2020 hatte der Verlust noch bei 9,0 Millionen Euro gelegen, wie das Klinikum in Dresden mitteilte.

Trotz Betten-Freihaltepauschalen des Bundes sowie der Zuschläge des Freistaates Sachsen sei die Hochschulmedizin Dresden noch von ihren ursprünglich gesetzten Entwicklungszielen entfernt und habe das Niveau, das vor der Corona-Pandemie erzielt worden sei, noch nicht wieder erreichen können. „Jetzt gilt es, das Tal so schnell wie möglich zu durchschreiten“, sagte der Medizinische Vorstand des Klinikums, Professor Michael Albrecht. „Nur so ist es möglich, trotz erschwerter Bedingungen weiter zu investieren und damit vorangehen zu können.“

Frank Ohi, Kaufmännischer Vorstand des Krankenhauses, ergänzte, dass das Klinikum derzeit mit einem Modernisierungsstau von rund 120 Millionen Euro konfrontiert sei. Dies bedeute einen jährlichen Investitionsbedarf von etwa 40 Millionen Euro. „Zusätzlich benötigt gerade die Hochschulmedizin Dresden finanzielle Mittel, um neue Felder in der Krankenversorgung und Forschung erschließen zu können“, sagte Ohi. „Diese Investitionen in Neubauten und zusätzliche Großgeräte dürfen nicht als Extra gesehen werden, sondern haben denselben hohen Stellenwert wie die standardmäßige Ersatzbeschaffung.“

Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit dem Ukraine-Krieg, dem enormen Anstieg der Energiepreise und der Materialknappheit werde es in den kommenden Jahren noch schwieriger werden, die finanzielle Basis für diese notwendigen Investitionen abzusichern. „Die aktuelle Lage belastet uns doppelt: Die eigenen Kosten steigen und die öffentlichen Haushalte stehen vor der Herausforderung, dass diese erneute Krise die ohnehin schon angegriffene finanzielle Lage mittelfristig weiter beeinträchtigen wird“, so Ohi. (sve)

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