Direkt zum Inhaltsbereich

Sozialhilfe

VDAB kritisiert: Sozialämter tragen Mitschuld an Insolvenz von Pflegeheimen

Auch Sozialämter sind für wirtschaftliche Schwierigkeiten der Pflegeeinrichtungen verantwortlich. Das behauptet der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB). Die Sozialhilfe komme zu spät.

Veröffentlicht:

Berlin. Zu langsam seien Sozialämter bei der Bearbeitung von Sozialhilfe-Anträgen, auch die Auszahlung der Gelder laufe nur schleppend, moniert der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB).

Das Verwaltungsversagen vieler Sozialämter sei ein wesentlicher Faktor für das Insolvenzrisiko von Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstag.

Heime und Einrichtungen hätten teils erhebliche Zahlungsrückstände der örtlichen Träger der Sozialhilfe zu verkraften. Die offenen Forderungen könnten sich für die Unternehmen auf bis zu sechsstellige Beträge summieren. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe als Kreditinstitute für Sozialämter missbraucht werden“, so VDAB-Geschäftsführer Thomas Knieling.

Bearbeitung der Sozialhilfeanträge dauert zu lange

Mitglieder des Verbandes berichteten fast flächendeckend von „viel zu langen Bearbeitungszeiten schon bei der Beantragung von Sozialhilfe und selbst nach Erlass des entsprechenden Bescheides von stark verzögerten Auszahlungen“. „Bis der Sozialhilfeträger irgendwann zahlt, werden Leistungen erbracht, die nur zum Teil finanziert sind“, wird Knieling zitiert. Träger der Sozialhilfe fungierten „als wirtschaftlicher Brandbeschleuniger“. Der VDAB fordert deshalb eine Sicherstellung angemessener Verfahren und Fristen. (juk)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Welche Chancen und Risiken Privatkredite bieten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram